Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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Aus diesen Ausdrücken und aus den Ausdrücken für p,, p2 und
Pa geht hervor, daß

a
P2* Ds = Pı "Pe = Pa

Wenn man also die Wahrscheinlichkeit (p,) für das Eintreffen
einer gewissen Begebenheit A kennt und die Wahrscheinlichkeit (pe)
dafür, daß, wenn A faktisch eingetroffen ist, auch eine andere Begebenheit
 B eintreffen wird, dann kann man ohne Feststellung „MÖöglicher“
 und „günstiger“ Fälle gleich die Wahrscheinlichkeit (pa)
dafür, daß beide Ereignisse A und B eintreffen, als das Produkt
der beiden Wahrscheinlichkeiten p, und p; finden; genau so ergibt
sich ps als das Produkt der Wahrscheinlichkeiten p, und p;.
Beispiel: Aus einem 52 Blätter zählenden Spiele werden 2 Karten
gezogen; wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die erste
Karte ein As und die zweite ein Karo wird? Die Wahrscheinlichkeit
 dafür, daß die erste Karte Karo-As ist, beträgt ze: wenn diese
Begebenheit eintrifft, ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß die
nächste Karte ein Karo wird, = die Wahrscheinlichkeit, erst Karo-As

 und darauf eine andere Karo- Karte zu erhalten, ist also BateT
Dies Ereignis, deren Wahrscheinlichkeit erfragt wird, kann indes
auch in anderer Weise eintreffen, nämlich dadurch, daß man erst
eins der übrigen 3 Asse erhält. Die Wahrscheinlichkeit, beim ersten
Zug eine von diesen zu ziehen, ist Cs geschieht dies, dann ist die
Wahrscheinlichkeit dafür, daß die nächste Karte ein Karo wird,
ST die Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Versuch auf diese Weise
NR . . 3 13
glücken wird, wird demnach 52° 51°
Da man mit diesen beiden Methoden keinen Unterschied gemacht
 hat und sie sich gegenseitig ausschließen, handelt es sich also
darum, die Wahrscheinlichkeit dafür zu finden, daß der Versuch
entweder auf die eine oder auf die andere Art und Weise glückt;
die gesuchte Wahrscheinlichkeit wird dann die Summe der gefundenen
 Wahrscheinlichkeiten, nämlich
112,3 .18_ 51 _1
52 51°52 51 52.51 5”
            
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