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dem mittleren Fehler des betreffenden Versuchs läßt sich leicht durch
einfache Interpolation an der Hand der Tabelle 22 feststellen, und
das Ergebnis ist folgendes:
Spielräume = 2xu
”
a7
9
An
8
964
2.638 u
L,U50 u
350 4
ZU
RB u
3.928 u
Die Übereinstimmung zwischen diesen Zahlen und den in den
Tabellen 12, 13 und 19 mitgeteilten ist unverkennbar, und die im
S 88 gestellte Frage kann somit jetzt mit einem Hinweis auf
Tabelle 22 beantwortet werden.
115. Zur weiteren Übung in der Benutzung der Tabelle 22 sei
ein anderes Beispiel angeführt, woraus zugleich hervorgehen wird,
daß sich nicht nur solche Flächen (Wahrscheinlichkeiten), welche
durch symmetrisch gelegene Ordinaten abgegrenzt werden, aus Tabelle
22 finden lassen, sondern daß man mit Hilfe dieser Tabelle in der
Lage ist, die Größe der durch jede beliebige Ordinate abgegrenzten
Flächen und somit die solchen Flächen entsprechenden Wahrscheinlich-
keiten zu finden.
Denken wir uns, die Glückspielerfahrungen könnten auf Sterb-
lichkeitsbeobachtungen angewandt werden; zwar ist das eine An-
nahme, deren Berechtigung erst in einem folgenden Kapitel unter-
sucht werden wird. Die Sterblichkeit für Neugeborene sei im ersten
Lebensjahre !/,,, d. h. die Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein Kind
vor Vollendung des ersten Lebensjahres stirbt, sei !/,9 — von 10000
Neugeborenen sterben nämlich durchschnittlich im ersten Lebens-
jahre 1000, während 9000 den ersten Geburtstag erleben. Fragt man
nun nach der Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Anzahl Kinder,
welche unter 10000 Neugeborenen ihren ersten Geburtstag erleben,
wenigstens 8900 und höchstens 9100 wird, so handelt es sich darum,
die Summe von 201 Ordinaten (Wahrscheinlichkeiten) in der Ex-
ponentialkurve zu finden, Tauscht man diese 201 Ordinaten gegen ihre
entsprechenden Flächenstreifen um, dann wird man eine gesammelte
Fläche erhalten, welche zwischen zwei Ordinaten liegt, deren Ab-
stand a von der mittleren Ordinate 100 !/, ist; wird dieser Abstand
mit dem mittleren Fehler, der hier
/ 10000 + Yo = 30 beträgt, gemessen, so erhält man x = a
Westergaard und Nybe le, Theorie der Statistik, 2. Aufl.