Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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gänge haben; als Beispiel sei untenstehende Tabelle 26 angeführt, 
welche nach einigen von Davenport!) vorgenommenen Zählungen 
Mitteilungen über die Zahl der sogenannten Müllerschen Drüsen an 
den Vorderbeinen des Schweines gibt. Die Zahlen (P(i, j)) der Ta- 
belle zeigen, wieviele Prozent sämtlicher (2000) untersuchten Tiere 
x Drüsen im rechten und y Drüsen im linken Vorderbein hatten. 
Tabelle 26. 
Müllersche Drüsen bei den Schweinen. 
Zus. 
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Die Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein Tier z. B. am rechten 
Bein 3 Drüsen hatte, ist nach dieser Tabelle p; = 0,2185; dafür, daß 
zin Tier 5 Drüsen am linken Bein hat, ist sie q; = 0,1475, während 
sie dafür, daß dasselbe Tier am rechten Bein 3 und am linken 
5 Drüsen hat, P (3,5) = 0,0140 ist. 
Für die Summe der in einer Reihe oder in einer Kolonne an- 
geführten Wahrscheinlichkeiten erhält man nach dem Satze über die 
Addition der Wahrscheinlichkeiten jeweils p; und q;, wie angeführt in 
den Summa-Kolonnen rechts und unten, d. h. jedes der eindimen- 
sionalen Verteilungsgesetze für jeweils x und y. Diese Verteilungs- 
zesetze werden als marginale Verteilungen bezeichnet. 
Die Wahrscheinlichkeiten, welche in der x; entsprechenden Reihe 
der in der y; entsprechenden Kolonne verzeichnet sind, können als 
ein durch x; (resp. y;) bedingtes (eindimensionales) Verteilungsgesetz 
detrachtet werden. Dividiert man nämlich sämtliche Wahrscheinlich- 
keiten in einer solchen Reihe (oder Kolonne) mit p; (resp. a;), So 
wird ihre Summe gleich 1. Als Wert der durch x; bedingten 
Wahrscheinlichkeit q;(i) dafür y; zu erhalten, erhält man also 
\\ Statistical methods, II. edit., London 1904.
	        
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