Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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i Ü Erwartet gemäß 
Abweichung | Unter dem Über dem | S 
Kr. Durchschnitt | Durchschnitt ‘dem Kxponential 
ü— 1 
L00—200 
200 — 300 
300—400 
100—500 
306 — 600 
X 
70 
a 
J— 
299 
m a 
(15 
? 
1 
> 
Zusammen 
Bei der Berechnung ist lediglich darauf Rücksicht genommen, 
daß jede Gruppe ihren speziellen Durchschnitt („moving average“) 
hat, dagegen nicht darauf, daß die einzelnen Gruppen auch Vver- 
schiedene Streuungen aufweisen können; berücksichtigt man auch 
dies, ist übrigens — namentlich bei umfangreicherem Material — 
Aussicht auf eine noch bessere Übereinstimmung. Der mittlere 
Fehler, berechnet aus der Quadratsumme der hier benutzten Ab- 
weichungen, beträgt 196 Kr. 
Die Ähnlichkeit mit dem Exponentialgesetz nun ist ziemlich 
deutlich. Für die Abweichungen unter 100 Kr. ist die erwartete 
Zahl etwas zu klein, für die folgenden Gruppen dagegen stimmen 
die Zahlen recht gut; später treten einige Abweichungen auf, die 
jedoch nur in geringem Grade das Gesamtbild stören. 
Es scheint also nicht unmöglich, ein Material dieser Art so zu 
bearbeiten, daß das Exponentialgesetz zur Anwendung kommen kann. 
Die einzelnen Gruppen von Arbeitern leben unter äußerst ver- 
schiedenen wirtschaftlichen Verhältnissen, in der Gruppierung um 
den Durchschnitt jedoch scheinen sie mit Annäherung der Exponential- 
formel zu folgen. Einige Arbeitergruppen in dem Kopenhagener 
Material ergeben aber Abweichungen, so z. B. die Gaswerks- 
arbeiter; möglicherweise bestehen sie aus mehreren Klassen mit 
einzelnen oder mehreren Durchschnittspunkten. Zerlegt man das 
Material in gelernte und ungelernte Arbeiter und 
Arbeiterinnen, so ergeben sich folgende Resultate (die Zahl der 
Beobachtungen in den drei Abteilungen ist 1179, 2286 und 2599, 
der mittlere Fehler jeweils 213, 202 und 180) [s. S. 316]: 
Daß die kleineren Abweichungen verhältnismäßig häufig sind, 
‚äßt sich dadurch erklären, daß für die meisten Arbeiter Lohntarife 
relten.
	        
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