315
i Ü Erwartet gemäß
Abweichung | Unter dem Über dem | S
Kr. Durchschnitt | Durchschnitt ‘dem Kxponential
ü— 1
L00—200
200 — 300
300—400
100—500
306 — 600
X
70
a
J—
299
m a
(15
?
1
>
Zusammen
Bei der Berechnung ist lediglich darauf Rücksicht genommen,
daß jede Gruppe ihren speziellen Durchschnitt („moving average“)
hat, dagegen nicht darauf, daß die einzelnen Gruppen auch Vverschiedene
Streuungen aufweisen können; berücksichtigt man auch
dies, ist übrigens — namentlich bei umfangreicherem Material —
Aussicht auf eine noch bessere Übereinstimmung. Der mittlere
Fehler, berechnet aus der Quadratsumme der hier benutzten Abweichungen,
beträgt 196 Kr.
Die Ähnlichkeit mit dem Exponentialgesetz nun ist ziemlich
deutlich. Für die Abweichungen unter 100 Kr. ist die erwartete
Zahl etwas zu klein, für die folgenden Gruppen dagegen stimmen
die Zahlen recht gut; später treten einige Abweichungen auf, die
jedoch nur in geringem Grade das Gesamtbild stören.
Es scheint also nicht unmöglich, ein Material dieser Art so zu
bearbeiten, daß das Exponentialgesetz zur Anwendung kommen kann.
Die einzelnen Gruppen von Arbeitern leben unter äußerst verschiedenen
wirtschaftlichen Verhältnissen, in der Gruppierung um
den Durchschnitt jedoch scheinen sie mit Annäherung der Exponentialformel
zu folgen. Einige Arbeitergruppen in dem Kopenhagener
Material ergeben aber Abweichungen, so z. B. die Gaswerksarbeiter;
möglicherweise bestehen sie aus mehreren Klassen mit
einzelnen oder mehreren Durchschnittspunkten. Zerlegt man das
Material in gelernte und ungelernte Arbeiter und
Arbeiterinnen, so ergeben sich folgende Resultate (die Zahl der
Beobachtungen in den drei Abteilungen ist 1179, 2286 und 2599,
der mittlere Fehler jeweils 213, 202 und 180) [s. S. 316]:
Daß die kleineren Abweichungen verhältnismäßig häufig sind,
‚äßt sich dadurch erklären, daß für die meisten Arbeiter Lohntarife
relten.