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durch eine Formel auszudrücken suchen, welche jeweils 2, 3, 4...
Konstanten enthält.
Eine der einfachsten Interpolationsformeln ist, wie oben erwähnt,
diejenige ersten Grades oder die lineare Interpolationsformel, mittels
der man zwischen zwei gegebenen Punkten interpolieren kann.
Soll y von x linear abhängig sein, dann muß sich die Formel, welche
diesen Zusammenhang ausdrückt, in der Form
y= «+ ßx
schreiben lassen, wo «x und 8 Größen sind, die unabhängig von
x sind (Konstanten), und deren Wert sich wie im Beispiel im $ 210
bestimmen läßt, so daß z. B. x==4 den Wert y = 0,6021 und x =5
den Wert y = 0,6990 ergibt. Man erhält also
&« + 48 — 0,6021
&« +58 =— 0,6990
aus welchen Gleichungen sich &« und @ bestimmen lassen; man findet
x — 0,2145 und 8 = 0,0969, also
y = 0,2145 + 0,0969 x,
welcher Ausdruck mit dem oben ($ 210) gefundenen übereinstimmt
und daher auch die in der Tabelle 42 angeführten Interpolations-
sesultate ergeben wird.
Wenn indes verlangt wird, daß die Interpolationskurve durch
mehr als zwei Punkte gehen soll, dann muß die Formel so erweitert
werden, daß sie mehrere Konstanten enthält. Eine der einfachsten
Methoden, in der sich eine solche Erweiterung vornehmen läßt, ist
lie, die Formel nicht nur Glieder ohne x und Glieder mit x in erster
Potenz (die lineare Interpolationsformel) enthalten zu lassen, sondern
Glieder, welche nach und nach x in 2., 3.... n-ter Potenz enthalten.
Die Interpolationsformel bekommt dann die Form
y= 0 + 4X + 0, X? x ... An X?
Eine Funktion, welche sich in dieser Form ausdrücken läßt,
heißt ein algebraisches Polynomium (1., 2., 3.... n-ten Grades) und
ist in einer Menge von Fällen ungemein anwendbar als Ausdruck
für eine (kxrumme) Interpolationskurve durch eine Reihe von Punkten,
die nicht auf derselben Geraden liegen. Die einer Funktion
L, 2., 3... .. Grades entsprechende Kurve wird oft eine Parabel (1.,
2., 3., usw. Ordnung) genannt. Die Größe der Konstanten (der
Koeffizienten zu x°%, x!', x? ,.,.) kann ganz analog dem eben be-
trachteten Falle bestimmt werden, da die Funktion ersten Grades war.
Sind wie im Beispiel im 8 213 4 Werte der Funktion gegeben, dann
muß man