Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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als eine Ausgleichung der in der Figur 1 angedeuteten Ordinaten 
betrachtet werden; und genau dasselbe gilt in allen solchen Fällen, 
wo man eine gegebene numerische Verteilung durch ein Exponential- 
gesetz auszudrücken sucht. Analog kann man sich, wenn die Theorie 
im allgemeinen in einer Gleichung 
y=f(x,a,c....) 
Ausdruck gefunden hat, die außer x einige gesuchte Konstanten 
enthält, die Momente (um irgendeine Zahl) erster, zweiter, dritter 
ausw. Ordnung, 
M, = Syx, Ma = Xyx’, Ms = Xyzx3....,, 
lurch a, b, c..... ausgedrückt denken; und werden die so gefundenen 
Ausdrücke jeder für sich entsprechenden Momenten erster, zweiter, 
dritter ... usw. Ordnung gleichgestellt, welche sich numerisch aus 
den Beobachtungen bestimmen lassen, dann kann man ebenso viele 
Gleichungen bekommen wie Konstanten zu bestimmen sind, und dabei 
diese finden (vgl. $ 130). Die so gewonnenen Ausgleichungsergebnisse 
werden unter gewissen Bedingungen ganz mit den nach der Methode 
der kleinsten Quadrate erzielten übereinstimmen; außerdem noch 
wird man in manchen Fällen mittels der Momentmethode bei Auf- 
wendung weit geringerer Arbeit annähernd dasselbe Resultat be- 
kommen. Diese Methode ist daher viel angewandt worden — wie 
zesagt namentlich zur Bestimmung der Konstanten in Verteilungs- 
kurven von nichttypischer Form; da sie jedoch in den meisten Fällen 
weitergehende mathematische Hilfsmittel verlangt, so sei an dieser 
Stelle nicht näher darauf eingegangen‘). 
E. Statistische „Gesetze“, 
273. Die einfachste Aufgabe, mit der sich die theoretische 
Statistik beschäftigt, geht, wie in den Kapiteln III und IV ent- 
wickelt wurde, darauf hinaus, den mittleren Wert irgendeiner Größe, 
speziell die relative Häufigkeit eines Ereignisses, zu berechnen. Die 
Zuverlässigkeit der mittleren Werte läßt sich mittels der Lehre über 
den mittleren Fehler beurteilen, mit deren Hilfe man für gewisse 
Fälle die Wahrscheinlichkeit dafür gewinnt, daß die Unterschiede, 
welche der Vergleich von Durchschnitten in der Regel aufweist, auf 
wesentliche Unterschiede zwischen den wirkenden Ursachen (Gemein- 
ursachen) zurückzuführen sind. Eine Bedingung dafür, auf stati- 
1) Vgl. außer der oben zitierten Abhandlung auch J. F, Steffensen. 
Matematisk Iagttagelseslere. Kobenharyn 1923.
	        
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