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letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als möglich erwies, die
Sterblichkeit in einem Grade, den die verflossenen Zeiten nicht
hatten voraussehen können, zu senken, mußte die Vorstellung, daß
alle Generationen nach demselben Gesetze stürben, verschwinden;
aber dies geschah natürlich nur gradweise. Solche Vorstellung macht
sich z. B. noch offenkundig in der Weise geltend, in der Laplace
in seinem im $ 34 erwähnten Essai philosophique etc. (1814)
erklärt, wie man sich eine Überlebenstafel beschaffen kann; nach
Laplace soll man eine gewisse, hinlänglich große Anzahl von mög-
lichst gleichzeitig Geborenen von der Wiege an beobachten und nur
darauf achten, wieviele von diesen das 1., 2., 3., usw. Jahr vollenden.
Es ist klar, daß man so die Fehler umgeht, welche die Schwankungen
der Geburtszahlen in der Zeiteinheit und die Wanderungen mit sich
führen, wenn man — wie Halley — die Überlebenstafel durch die
Altersgliederung der Lebenden oder der Toten, aber nicht die Fehler,
welche von der sich verändernden Sterblichkeit stammen, bestimmt;
mittels einer solchen Reihe von Beobachtungen erhält man dagegen
darüber Bescheid, in welcher Weise die betrachtete Generation faktisch
ausstirbt. Eine Tafel dieser Art könnte man als Überlebenstafel für
yleichzeitig Geborene (Generationstafel) bezeichnen.
Aufgabe 99. In welcher Weise und mit Hilfe welcher zugänglichen Beobach-
tungen könnte man wohl berechnen, wie lange die in Dänemark im Jahre 1840 Ge-
porenen durchschnittlich gelebt haben ?
302. In Verbindung mit der oben behandelten Aufgabe, in der
Jie Altersgliederung, welche eine Bevölkerung als Resultat einer zu
einem gewissen Zeitpunkt herrschenden Sterblichkeit aufweisen würde,
zu bestimmen war, kann die Laplacesche Generationstafel indes
keine Bedeutung erhalten; denn der Ausdruck, den eine solche Tafel
für die Schnelligkeit, mit der z. B. 80-jährige jetzt aussterben, gäbe,
würde ein ganz anderer sein als derjenige, welcher der Sterblichkeit
80-jähriger vor z. B. 80 Jahren entspricht; und die damals für
Neugeborene festgestellte Sterblichkeit war grundverschieden von
der jetzigen. Nichtsdestoweniger ist der für die Konstruktion einer
Generationstafel zugrunde liegende Gedanke von entscheidender Be-
deutung für die Sterblichkeitsmessung in einer nicht stationären
Bevölkerung; will man nämlich Beobachtungen über die Größe der
Sterblichkeit auf den verschiedenen Altersstufen anstellen, so muß
man in allen Fällen eine solche Periode verstreichen lassen, daß in
ihrem Verlaufe eine hinlänglich große Anzahl von Sterbefällen in