Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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treibungen etwas größer waren, und die Möglichkeit liegt nahe, daß 
man, wo die Volksbildung nicht mit der norwegischen auf gleicher 
Höhe steht, auf größere Abweichungen gefaßt sein muß; man Vver- 
gleiche nur die Mitteilungen gewisser Länder über ihre große An- 
zahl Hundertjähriger ?). 
Was die Anhäufung um die runden Altersjahre betrifft, wird 
man die folgenden Zahlen für Dänemark aus den Jahren 1911 und 
1921 (ohne Nordschleswig) als typisches Beispiel auffassen können: 
\ 
LEI 
‚011 
Volkszahl 
16.1 
Auf 1000 in der 
betreffenden Generation 
Geborene entfielen 
1911 1921 
nn TYLT- 
A 
1€ 
DD 230 
23 908 
mt 
20021 
79 12 
27 402 
27 195 
25 872 
4f'z 
447 
>46 
195 
523 
511 
481 
472 
Die Verhältniszahlen sind auf Grundlage der Geburtenzahl in der 
betreffenden Generation ausgerechnet, und die Anzahl der 50jährigen 
erweist sich sowohl absolut wie relativ größer als die Zahlen für 
die benachbarten Jahre. Beim Vergleich mit der 50 Jahre früher 
geborenen Anzahl Personen kann man selbstverständlich weder die 
Wanderungen noch die verschiedene Vitalität der Jahrgänge be- 
rücksichtigen; doch darf man wohl in der Regel davon ausgehen, 
daß eine gewisse Regelmäßigkeit in diesen Verhältnissen herrschen 
wird. 
Erweist es sich nun als unmöglich, diese Art Fehler durch 
Stichproben zu beseitigen, dann ist eine Ausgleichung 
(welche Aufgabe weiter unten behandelt werden wird) oder eine Zu- 
sammenfassung der Zahlen in größeren Altersklassen zu 
empfehlen. Es ist hierbei vorzuziehen, die runden Altersjahre in 
die Mitte des Intervalls zu legen, also z. B. die Bevölkerung in 
Altersgruppen 48—52, 53—57 Jahre usw. zu teilen, oder, falls man 
10jährige Klassen bevorzugt, 45—54, 55—64 Jahre usw. 
Ein ähnliches Beispiel aus der Heiratsstatistik Australiens für 
ı) Westergaard, Die Lehre von der Mortalität, 2. Ausgabe, Jena 1901, 
x. 130 if
	        
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