Vorwort. des Herausgebers.
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Leider wurde er durch andere Aufgaben offenbar wieder ab-
gelenkt; so hat er diese Verdeutschungen nicht weiter verfolgt. Und
Engels hat auch diese Ansätze nicht beachtet. Wir finden in der
vierten Auflage noch die .contradictio in adiecto (S. 3), wie das
Residuum (S. 4).
Für die gelehrite Welt wären diese Verdeutschungen auch höchst
überflüssig. Wohl aber erschien. es mir eine Hauptaufgabe bei der
Herstellung einer. populären Ausgabe zu sein, in solchen Verdeut-
schungen so weit zu gehen, als es möglich war, ohne die. Genauig-
keit und Schärfe der Gedanken zu schädigen.
Dabei blieb indes immer noch eine Fülle von Fremdworten, die
durch deutsche nicht ersetzbar waren. Jede Wissenschaft ist ge-
nötigt, sich im Laufe ihres Fortschritts eine eigene Sprache zu
schaffen. Die gewöhnliche Umgangssprache. bezeichnet nur die Er-
scheinungen der Oberfläche. . Sobald man tiefer gräbt, stößt man auf
Begriffe, für die in der herkömmlichen Sprache die. Worte fehlen.
Entweder muß man zu ihrer Bezeichnung neue Worte erfinden oder
hergebrachten, die man irgendeiner Sprache, meist der lateinischen
oder griechischen entnimmt, einen besonderen Sinn geben, der mit
ihrem ursprünglichen nicht völlig zusammenfällt, der daher durch
eine bloße Uebersetzung nicht genau wiederzugeben ist. Immerhin
wird das Verständnis solcher Bezeichnungen erleichtert, wenn man
erfährt, was sie in ihrem gewöhnlichen Sinne bedeuteten.
Solche Fremdworte durfte man natürlich nicht ausmerzen. Und
ich glaubte auch manche, die durch deutsche ersetzbar waren, nicht
entfernen zu dürfen, wenn sie für die Marxsche Ausdrucksweise be-
zeichnend und bereits fester Bestandteil des Sprachschatzes der
marxistischen Literatur geworden sind, so daß sich jeder mit ihnen
vertraut machen muß, der dieser Literatur näher treten will. Um
solche Worte leichter verständlich zu machen, habe ich jedem von
ihnen dort, wo es zum ersten Male auftritt, als Erläuterung das
seinem Sinne am meisten nahekommende deutsche Wort beigefügt,
in eine eckige Klammer eingeschlossen. Nur selten, wo es ganz
unmöglich schien, das Fremdwort mit einem oder zwei Worten
verständlicher zu machen, habe ich die Zuflucht zu einer Fußnote
genommen. Die von mir herrührenden Noten sind mit einem K.
gezeichnet. Wo ich fürchtete, die Beifügung der Verdeutschung
würde den Fluß der Darstellung unnötigerweise hemmen und
stören, habe ich von solcher Beifügung abgesehen.
Darüber, welche Worte einer erläuternden Beifügung bedurften,
wird man in einzelnen Fällen verschiedener Meinung ‘sein können.
Man konnte nicht etwa jedes Wort als Fremdwort auffassen, das
aus einer fremden Sprache stammt. Es gibt Worte, die aus einer