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DEUTSCHLAND. — Baden (Finanzen .
Studie 1861 :
Mannheim . . 27
27,172 Bruchsal
27,103 Constanz
10,883 Baden .
10,289 Kastatt
13,854 Lahr .
8,270 i Weinheim
7,819 I Durlach .
7,733 Ettlingen .
7,428 ! Offenburg
7,103 I
0,130
5,01 7
Karlsruhe ,
Freiburg. .
Heidelberg .
Pforzheim .
Gehietsverilnderunffen. 1771, nach Alissterben der (katholischen)
Baden-Badischen Linie, Vereinigung ihres Gebietes mit (dem protest.)
Baden-Durlach. Die ganze Markgrafschaft hatte 1 790 erst 216,000
Einw. auf 65— / 0 Q.-Meil. — Bestandtheile: Karlsruhe, Durlach, Pforz
heim, Rastatt, Baden ; einige Bezirke auf dem linken Rheinufer (Theile
der Grafschaft Sponheim im jetzigen Rheinhessen, Dorf Rhodt und Herr
schaft Gräfenstein bei Pirmasens in der Rheinpfalz, und Herrschaften
Rodemachern und Hespringen im Luxemburg’schen). Die linksrheini
schen Besitzungen, 8 Q.-M. mit 38,500 Menschen, gingen an Frank
reich verloren; der Reichsdeputationsschluss 1803 gewährte reiche Ent
schädigung ; das Hochstift Constanz, die rechtsrheinischen Theile der
Hochstifte Basel, Strassburg und Speyer (Bruchsal, Philippsburg), die
kurpfälz. Aemter I^adenburg, Bretten, Heidelberg und Mannheim, die
Nassau-Usingische Herrschaft Lahr, die darmstädt. Aemter Lichtenau u.
Wildstädt, 11 Abteien (Lichtenthal, Ettenheim, Reichenau etc.), end
lich 7 Reichsstädte: Offenburg Zell, Gengenbach, Ueberlingen, Bibe-
rach, Pfullendorf und Wimpfen, — zus. 60 Q.-Meil. mit 24 8,000 Einw.
Der Markgraf nahm am 1. Mai 1803 den Titel eines Kurfürsten, und
am 12. Juli 1806 den eines Grossherzogs an. 1806 ward Biberach an
Württemberg überlassen, dagegen erworben ; die Städte Villingcn und
Bräunlingen, der grösste Theil des Breisgau (früher österreichisch), das
Fürstenthum Heitersheim mit der Grafschaft Bonndorf, die Geistlichen
güter im Breisgau, die Ortenau, die Stadt Constanz und die Souveräni
tät überBesitzungen von Fürstenberg, I.einingen, liöwenstein und Salm.
Baden umfasste nun 261 Q.-Meil. mit 925,000 Menschen. 1809 Be
lohnung für die Theilnahme am Kriege gegen Oesterreich ; gegen Abtre
tung der Souveränität über die Leiningischen Aemter Amorbach und
Miltenberg (5 Q.-M. mit 25,000 Einw.) an Darmstadt, bekam Baden
von Württemberg ; das Oberamt Stockach und Theile von Hornberg,
Rottweil, Tuttlingen, Maulbronn und Mergentheim, gegen 1 5 Q,-M. mit
45,000 Einw. Endlich erhielt Baden 1 8 1 4 das 1805 an Frankreich über
lassene Kehl zurück. Kein anderer Staat hat sich so sehr vergrössert.
[Verfassung vom 22. Aug. 1818.)
Finanzen. Zweijährige Finanzperioden (doch unter Trennung der
Etats für die einzelnen Jahre). Der Voranschlag für 1865 enthält fol
gende Hauptpositionen :
A. Justizministerium (Bezirksjustiz 153,145, Strafan
stalten 189,002) = 342,147 135,185
B. Minist, des Innern (Bezirksverw. 45,293, Heilan
stalt Pforzh. 117,067, ditto Illenau 223,460, poli-
Einnahmen.
Koheinnahme <lav. Kotten
zeil. Verwahranstalt 12,133)
C. Handelsmin. (Gestüt 19,480, Strassenbau 26,867
398,553 172,729
46,347 2,018