Full text : Die Einrichtungen der preußischen Landkreise auf dem Gebiete der Kriegswirtschaft

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unseres  Kreises  genügend,  wenn  auch  häufig  unter  recht  schwierigen
Verhältnissen,  mit  Lebensmitteln  und  auch  mit  Futtermitteln  für
das  Vieh  nach  Möglichkeit  zu  versorgen,  und  wir  wollen  hoffen,
daß  uns  dies  auch  ferner  gelingen  wird.  Ganz  naturgemäß  ist
der  Nutz  e  n,  welchen  wir  auf  die  Waren  legen,  nur  ein  minimaler,
in  keinem  Verhältnis  stehend  zu  der  Mühe  und  Arbeit,  mit  welcher
die  Geschäfte  verknüpft  sind,  und  wenn  wir  trotz  alledem  ein  so
günstiges  Ergebnis  aufweisen  können,  wie  es  die  Gewinn-  und
Verlustrechnung  ergibt  (68  530,48  M.),  so  ist  dies  um  so  erfreulicher, ­
  und  soll  uns  dies  ein  weiterer  Ansporn  sein,  unseren  Geschäftsbetrieb ­
  nach  Möglichkeit  noch  weiter  auszudehnen,  um  so
von  Jahr  zu  Jahr  ein  stetig  besseres  Ergebnis  zu  erzielen.  Das
günstige  Resultat  versetzt  uns  in  die  Lage,  auch  in  Zukunft  für
die  Genossenschaft  noch  vorteilhafter  zu  disponieren  als  bisher.
Um  die  Tätigkeit  der  Genossenschaft  näher  zu  kennzeichnen,
möchten  wir  einige  Angaben  üb  er  Umsätze  und  Gewinn
machen.  So  z.  B.  betrug  der  G  e  s  a  m  t  u  m  s  a  tz  vom  30.  Juni  1916
bis  30.  Juni  1917  7  748  218,88  M.  Der  Reingewinn  betrug
68  530.48  M.  Die.M  itgliederzahl  betrug  am  Schlüsse  des
Vorsabres  33,  mit  dem  Zugang  im  Laufe  des  Jahres  (77)  am
Schlüsse  des  Geschästsiahres  110.  Dementsprechend  sind  die  Geschäftsanteile ­
  auf  528  gestiegen,  und  die  Haftsumme  hat  sich  um
64  200  M.  auf  105  000  M.  erböbt,  was  iedensalls  als  ein  erfreuliches ­
  Zeichen  des  Gedeihens  der  Genossenschaft  aufzufassen  ist.  An
Revisionen  haben  durch  den  AnfsichtSrat  eine.  durch  den  Vorstand ­
  acht  stattaefunden,  außerdem  auf  Veranlassung  des  König,
lichen  Amtsgerichts  eine  Vrüfung  durch  den  bestellten  Revisor,
und  es  gebt  aus  dem  Revisionsbericht  hervor,  daß  zu  Ausstellunaen
sowohl  in  der  Buchführung  als  auch  in  der  allgemeinen  Geschästsleitung
  Veranlassung  nicht  vorliegt.  Das  Personal,  welches
bei  Übernahme  der  Geschäftsführung  aus  einem  Buchhalter  und
einer  Vuchhalterin  bestand,  erfuhr  insolae  des  stetig  steigenden
Geschäftsbetriebes  eine  Erhöhung  und  beziffert  sich  zurzeit  auf
sechs  Versauen,  und  zwar  den  Geschäftsleiter,  einen  Buchhalter,
drei  Buchhalterinnen,  einen  Lagerhalter,
Nachdem  bereits  im  letzten  Geschäftsjahr  Verhandlungen  über
Ankauf  eines  Grundstückes  geführt  worden  sind,  entschloß  sich  der
Aussichtsrat  und  Vorstand,  ein  G  r  u  n  d  st  ü  ck,  nachdem  dasselbe
vorher  von  einem  Sachverständigen  abgeschäht  worden  war,  mit
105  000  M.  käuflich  zu  erwerben.  Das  Grundstück  bat  für  unsere
Genossenschaft  die  denkbar  günstigste  Lage  am  Wasser  und  an  der
Eisenbahn,
            
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