Full text : Der Zirkulationsprozess des Kapitals (2.1926)

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Zweiter Abschnitt

Weil „gewisse Teile des Kapitals in den Arbeitsmitteln festgelegt
werden müssen‘‘ (some parts of the capital must be fixed in the
instruments of trade). Aber der andere Teil ist auch fixiert in Arbeitslohn
 und Rohstoffen. Maschinen, indessen und „Werkzeuge oder
ähnliche Dinge ,.. werfen ein Einkommen oder Gewinn ab, ohne den
Besitzer zu wechseln oder irgendwie weiter zu zirkulieren. Solche
Kapitalien können daher fixe Kapitalien im eigentlichen Sinne des
Wortes genannt werden‘.
Nehmen wir zum Beispiel den Bergbau. Rohmaterial wird hier
gar nicht verwandt, indem der Arbeitsgegenstand, zum Beispiel das
Kupfer, ein Naturprodukt ist, das durch die Arbeit erst angeeignet
werden soll. Das erst anzueignende Kupfer, das Produkt des Prozesses,
 das später als Ware, respektive Warenkapital, zirkuliert,
bildet kein Element des produktiven Kapitals. Kein Teil seines
Wertes ist darin ausgelegt. Anderseits die andern Elemente des
Produktionsprozesses, Arbeitskraft und Hilfsstoffe, wie Kohle,
Wasser usw., gehen ebensowenig stofflich in das Produkt ein. Die
Kohle wird ganz konsumiert und nur ihr Wert geht in das Produkt
ein, ganz wie ein Wertteil der Maschine ete. in das Produkt eingeht.
Endlich bleibt der Arbeiter ebenso selbständig dem Produkt, dem
Kupfer, gegenüber stehen wie die Maschine. Nur der Wert, den
er durch seine Arbeit produziert, ist jetzt Bestandteil des Kupferwerts.
 Also in diesem Beispiel wechselt, kein einziger Bestandteil
des produktiven Kapitals die Hände (masters, [die Besitzer] ), oder
wird keiner derselben weiter zirkuliert, weil keiner derselben stofflich
in das Produkt eingeht. Wo bleibt hier also das zirkulierende
Kapital? Nach A. Smiths eigener Definition bestände das ganze in
einem Kupferbergwerke zur Verwendung kommende Kapital nur
aus fixem Kapital.
Nehmen wir dagegen eine andere Industrie, die Rohstoffe anwendet,
 welche die Substanz [den grundlegenden Stoff] des Produkts
bilden, ferner Hilfsstoffe, die leiblich, nicht nur dem Werte nach wie
etwa Heizkohle, in das Produkt eingehen. Mit dem Produkt, dem
Garn zum Beispiel, wechselt auch der Rohstoff, die Baumwolle, woraus
es besteht, die Hände und geht aus dem Produktionsprozeß in den Konsumtionsprozeß
 ein. Aber solange die Baumwolle als Element des
produktiven Kapitals fungiert, verkauft der Eigner sie nicht, sondern
bearbeitet sie, läßt Garn aus ihr machen. Er gibt sie nicht aus der
Hand. Oder, um Smiths grobfalsch-trivialen [platten] Ausdruck zu
brauchen, er macht keinen Profit, „indem es weitergegeben wird,
indem es den Besitzer wechselt oder indem es zirkuliert“ (by parting
with it, by its changing masters, or by eirculating it). Er läßt seine
Materialien ebensowenig zirkulieren wie seine Maschinen. Sie sind
fixiert im Produktionsprozeß, ganz so gut wie die Spinnmaschinen
und Fabrikgebäude. Ja, es muß ebenso beständig ein Teil des produktiven
 Kapitals in der Form von Kohle, Baumwolle ete. fixiert
sein wie in der von Arbeitsmitteln. Der Unterschied ist nur der. daß
            
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