Full text : Der Zirkulationsprozess des Kapitals (2.1926)

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Zweiter Abschnitt

seinen normalen Preis steigt, Indirekt, wenn der Preiswechsel durch
Wertwechsel hervorgebracht ist, der auf das alte Produkt reagiert,
und wenn dies Produkt wieder als Produktionselement in eine andere
Produktionssphäre eingeht und hier pro tanto Kapital freisetzt. In
beiden Fällen kann das für X verlorene Kapital, für dessen Ersatz
er auf den Geldmarkt drückt, von seinen Geschäftsfreunden als neues
zuschüssiges Kapital zugeführt sein. Es findet dann nur Uebertragung
 statt.
Steigt umgekehrt der Preis des Produkts, so wird ein Kapitalteil,
 der nicht vorgeschossen war, aus der Zirkulation angeeignet.
Es ist kein organischer Teil des im Produktionsprozeß vorgeschossenen
 Kapitals und bildet daher, wenn die Produktion nicht ausgedehnt
 wird, ausgeschiedenes Geldkapital. Da hier angenommen, daß
die Preise der Elemente des Produkts gegeben waren, bevor es als
Warenkapital auf den Markt’trat, so könnte hier ein wirklicher Wertwechsel
 die Preiserhöhung verursacht haben, soweit er retroaktiv
wirkte [zurückwirkte], zum Beispiel die Rohmaterialien nachträglich
gestiegen wären. In diesem Falle gewänne der Kapitalist X an
seinem als Warenkapital zirkulierenden Produkt und an seinem
vorhandenen Produktionsvorrat. Dieser Gewinn würde ihm ein
Zuschußkapital liefern, das bei den neuen erhöhten Preisen der Produktionselemente
 zum Fortbetrieb seines Geschäfts jetzt nötig wird.
Oder aber die Preiserhöhung ist nur vorübergehend. Was dann
auf Seite des Kapitalisten X als zuschüssiges Kapital nötig wird,
fällt auf anderer Seite als freigesetztes aus, soweit sein Produkt ein
Produktionselement für andere Geschäftszweige bildet. Was der
eine verloren, hat der andere gewonnen.
Sechzehntes Kapitel.

Der Umschlag des variablen Kapitals.
I. Die Jahresrate des Mehrwerts.
Unterstellen wir ein zirkulierendes Kapital von 2500 Pfad. Sterl.,
und zwar */; gleich 2000 Pfd. Sterl. konstantes Kapital (Produktionsstoffe)
 und !/; gleich 500 Pfd.Sterl. variables, in Arbeitslohn ausgelegtes
Kapital.
Die Umschlagsperiode sei gleich 5 Wochen, die Arbeitsperiode
gleich 4 Wochen, die Zirkulationsperiode gleich 1 Woche. Dann ist
Kapital I gleich 2000 Pfd. Sterl., bestehend aus 1600 Pfd. Sterl. konstantem
 Kapital und 400 Pfd. Sterl. variablem Kapital; Kapital II
gleich 500 Pfd. Sterl., davon 400 Pfd. Sterl. konstant und 100 Pfd. Sterl.
variabel. In jeder Arbeitswoche wird ein Kapital von 500 Pfd.
Sterl. ausgelegt. In einem Jahr von 50 Wochen wird ein Jahresprodukt
 von 50 x 500 = 25 000 Pfd. Sterl. hergestellt. Das beständig
 in einer Arbeitsperiode angewandte Kapital I von 2000 Pfd.
Sterl. schlägt also 12'/2 mal um. 12'/2 X 2000 = 25000 Pfd. Sterl.
Von diesen 25 000 Pfd. Sterl. sind */; gleich 20000 Pfd. Sterl. konstan-
            
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