Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

stehungskosten betrachtet werden. Sie eind also noch den ermittelten 
Kosten zuzufügen, womit die Differenz zwischen Kosten und Erlösen 
weiter nachteilig beeinflußt wird. Der Sachverständige hat davon ab- 
gesehen, diese Kostenermittlung vorzunehmen, da die Feststellung an- 
gemessener Abschreibungen mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden 
gewesen wäre, und er erkannt hatte, daß selbst die bereits ermittelten 
Teile der Gestehungskosten nicht von den Erlösen gedeckt wurden, wenn 
man die Erlössumme um den staatlichen. Zuschuß vermindert. Nachdem 
der Sachverständige sein Gutachten erstattet hatte, ist im Jahre 1927 
eine Preissteigerung von etwa 0,65 RM. je t eingetreten, die allein den 
Wegfall der staatlichen Beihilfe von 2 RM. je t nicht auszugleichen 
vermag. Da somit eine ausreichende Veränderung in der Beziehung 
zwischen Kosten und Erlösen, insbesondere bei Berücksichtigung von 
Kapitaldienst und ‘Abschreibungen, nicht eingetreten ist, kann eine 
Rentabilität des Erzbergbaus im Siegerland nicht angenommen. werden. 
Zur Hebung der Rentabilität sind eine Reihe von Maßnahmen in 
der betrieblichen Organisation erfolgt, die in erster Linie technischer 
Natur waren und darauf abzielten, durch vermehrte Verwendung mecha- 
nNischer Mittel die Leistung zu steigern. Die Bemühung hat, begünstigt 
durch die Notstandsmaßnahmen der Regierung, eine Steigerung der 
Gesamtförderung und der Förderung je Kopf und Schicht der Belegschaft 
gegen die der Voriahre bewirkt. 
Die Förderung im Gebiet des Berg- und Hütten- 
männischen Vereins zu Siegen je Kopf und Schicht. 
1909 
1910 
1911 
1912 
1918 
1924 
1925 
1926 
1927 
Jahr 
1: Vierteljahr 
d, 
®, 
1. 
In 
sämtlichen 
Gruben 
0,581 
0,680 
0,643 
0,720 
0,779 
3,568 
0,688 
2,701 
2,840 
0,784 
0,770 
0.774 
In den Gruben, die im 
April 1926 noch in 
Betrieb waren 
0,551 
0,569 
0,600 
0,674 
0,701 
0,598 
0,761 
9.830 
„In der vorstehenden Aufstellung ist zu berücksichtigen, daß gegen- 
über den Vorkriegsverhältnissen die Schichtenzeit für die Übertage- 
arbeiter verkürzt und die Anlaufszeit in die Schichtenzeit einbezogen 
it. Um die Förderung zu heben, waren Kapitalinvestitionen erforder- 
lich, deren Ausmaß im einzelnen nicht ermittelt werden konnte. Die 
durch sie entstandenen Aufwendungen erscheinen großenteils nicht in 
19
	        
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