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Das erste Dampfschiff.
gelagerte Schaufelrad mittels zweier Kurbeln drehte. Das Boot soll zwei Kanalschiffe
mit einer Geschwindigkeit von lU/4 Seemeilen (1852 m) pro Stunde geschleppt haben.
Da jedoch die Kanaleigner wegen der Uferbeschädigungen infolge der vom Schaufelrad
erzeugten nicht unbedeutenden Wellen gegen die Thätigkeit derartiger Dampfboote
protestierten, so kam die Charlotte Dundas nicht weiter in Betrieb und geriet bald in
Vergessenheit.
Wenn daher schließlich die Krönung des Werkes nicht in England sondern in Nord
amerika erfolgte, so hatte dies darin seinen Grund, daß man in dem jungen, aufstrebenden
Freistaat dieser Angelegenheit größere Wichtigkeit beilegte und in der Entwickelung der
Dampfschiffahrt einen kräftigen Hebel für den zunehmenden Handelsaufschwung erblickte
und voraussah. Der Kanzler Livingston zu New Jork hatte sich seit 1797 der Sache
warm angenommen und ließ alle Betriebsmittel, Schaufelräder, Schrauben, endlose
Ketten durchprobieren. Im Jahre 1801 traf Livingston als Gesandter in Paris mit
602. Fulton» rrstts Numpfsthiff.
seinem Landsmann, dem jungen Maler und plänereichen Ingenieur Robert Fulton zu
sammen, welcher eben, europamüde, nach mehrjährigem Aufenthalt in England und
Frankreich sich zur Heimkehr rüstete. Fulton hatte verschiedene Erfindungen und Pläne,
wie Taucherfahrzeuge und unter Wasser explodierende Bomben vergeblich dem Direktorium
in Frankreich angeboten, auch soll er von Symington wichtige Auskunft und Einsicht in
dessen Versuche erhalten haben. Jetzt durch Livingston zum Bleiben bestimmt, und mit
Mitteln versehen, begab er sich mit allem Eifer an die Erbauung eines Dampfboots, und
dasselbe legte am 9. August 1803 seine erste Probe auf der Seine mit Erfolg ab.
Aber die neue Erscheinung machte bei den Franzosen keinen Effekt. Die Köpfe be
rauschten sich damals in immer neuen Siegen der französischen Waffen. Nach diesen
Mißerfolgen beschlossen Fulton und Livingston die weiteren Unternehmungen auf den
heimatlichen Boden zu verlegen, dessen gewaltige Ströme und Seen ja ohnehin hierfür
wie geschaffen waren. Fulton hatte mit Recht erkannt, daß die Mißerfolge der bisherigen
Unternehmungen größtenteils in den mangelhaften und zu schwach konstruierten Dampf
maschinen ihren Grund hatten. Er bestellte daher bei der Firma Boulton und Watt
eine Maschine, welche im Oktober 1806 nach New Aork geliefert wurde, und sogleich
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