von 1000 Mark nebst Zuschlag von 50 Mark für jedes
verflossene Jahr unter Abzug von 10%, eingeräumt
worden war. Hiermit sollte, da die Frist von 20 Jah-
ren die Zeit war, die vielfach von Aussteuer-, Militär-
dienst- und ähnlichen Versicherungsgesellschaften für
die Zahlung der versicherten Summe gewählt wird,
die Sparprämienanleihe zu einer Art Versicherungs-
police gestaltet werden. Auch wies man darauf hin,
daß das in einer Sparprämienanleihe angelegte Geld
sich in den Fällen der Kündigung nach dem 20. Jahre
so verzinsen würde, als hätte man den Nennwert der
Schuldverschreibung zu 3% Zins auf Zins bei einer
Sparkasse oder ähnlichen Geldanstalt angelegt.
Die Laufzeit der Tilgungsanleihen ist verschieden.
Kurzfristige Anleihen nennt _ man. häufig Schatz:
an WEiSunAeD, wenn auch vereinzelt Schatzanwei-
sungen mit langer Laufzeit — z. B. während des
Krieges — ausgegeben worden sind. Kurzfristige unver-
zinsliche Schatzanweisungen entsprechen dem Be-
dürfnis, zeitweilige Fehlbeträge in der Staatskasse im
Laufe des Rechnungsjahres auszugleichen. Bei den
kurzfristigen Anleihen spricht man von schweben-
der, bei den langfristigen von fu ndierter Schuld.
Ursprünglich bezeichnete man allerdings als fundierte
Schulden, der Bedeutung des Wortes „fundiert“ ent-
sprechend, nur solche, deren Dienst durch bestimmte
Einnahmequellen sichergestellt war, wie jetzt zum Bei-
spiel bei der Deutschen äußeren Anleihe von 1924
(sog, Dawes-Anleihe),
Eine weitere Unterscheidung ist die nach
äußeren undinneren Anleihen. Die Staats-
angehörigkeit der Zeichner oder späteren Gläubiger
spielt hierbei keine Rolle. Vielmehr bezeichnet man
als innere Anleihe diejenige, die aus einer Emission
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