Jap:
GrOßOrit.
602%"
II. DER WASSERVERKEHR
7973
171.
Anteil der
Nationen am
Durchgangsverkehr
des
Sueskanals
‚913 und 1927
GrOßOTIE
50%
09
1927
A
“A
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seine Benutzung durch amerikanische Fahrzeuge. Im Kriege war
natürlich der Verkehr erheblich gesunken. Jetzt hat er der Tonnenzahl
nach die Vorkriegshöhe überschritten. Im Jahre 1927 benutzten
den Kanal 5422 Schiffe mit 22,7 Mill. Netto-Reg.-T. Die britische
Flagge stand mit 56,8% noch immer weit voran, wenn auch nicht mehr
in dem Maße wie vor dem Kriege. Ihr folgen Holland (11%), Deutschland
9,8%), ferner Frankreich (6,7%), Japan, Italien und andere Länder. Sehr
gering blieb seine Benutzung durch amerikanische Schiffe (2,1%). Auffallend
ist der starke Verkehr von Tankschiffen im Kanal (über 14%),
lie zumeist dem Transport persischen Öls dienen. Für England hat
lie durch den Kanal bewirkte Wegverkürzung nicht nur eine kommerzielle,
sondern im Hinblick auf seine Kolonialbesitzungen in den
Randländern des Indischen Ozeans auch eine überaus große militärische
Bedeutung. Eine bemerkenswerte allgemeine Wirkung dieses Seekxanals
bestand darin, daß er, da die Suesroute für Segler nicht benutzbar
ist, den allgemeinen Übergang der Großschiffahrt vom Segelzum
Dampferbetrieb ganz wesentlich beschleunigte.
Der Panamakanal, der. die Panamalandenge zwischen den Häfen
Colon und Panama in nordwestlich-südöstlicher Richtung durchquert,
ist mit 81 km nur halb so lang wie sein älterer Bruder. Aber sein
Bau hatte viel größere technische Schwierigkeiten zu überwinden und
dauerte daher, allerdings mit größeren Unterbrechungen, 33 Jahre
1882 —1915). Auch konnte der Kanal nicht als Niveaukanal durchgeführt
werden. Durch riesige Schleusenanlagen, die sich in
siniger Entfernung von den Kanalendpunkten befinden, werden die
Schiffe auf die 26 m über dem Meeresspiegel liegende und rund 50 km
lange Scheitelstrecke gehoben und von hier wieder auf Meeresspiegelhöhe
gesenkt. Die Abmessungen des Kanals sind dagegen bei einer
Sohlenbreite von durchschnittlich 200 m und einer Mindesttiefe von
12,5 m für die größten Fahrzeuge genügend. Bei seinem Bau waren zwei
Hauptschwierigkeiten zu überwinden. Die eine bestand in der Überwältigung
der über 100 m hohen Wasserscheide des Culebra-Rückens,
der aus wechselnden Lagen von hartem Fels und weichem Ton besteht
und in einem bis zu 80 m tiefen Einschnitt durchquert werden
mußte. Fortwährende Rutschungen der Böschung, die noch nach Eröffnung
des Kanals den Verkehr zeitweilig sperrten, hielten den Bau
außerordentlich auf. Die zweite große Aufgabe war die Bändigung