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GEOGRAPHISCHE STAATENKUNDE
asiens nach Griechenland hat einerseits den Tabakbau Kleinasiens außerordentlich
belebt, andrerseits in Griechenland in kurzer Zeit eine blühende Teppichweberei
entstehen lassen,
Neuerdings hat sich eine auffallend starke innereuropäische Wanderbewegung
von Italien, und zwar meist von den südlichen Teilen, nach Südfrankreich
entwickelt, wo die italienischen Einwanderer als Bauern, also als echte
Landsiedler, sich festsetzen. In den beiden letzten Jahren dürften je gegen
100000 Italiener die französische Grenze als Einwanderer überschritten haben.
Wachstum der Bevölkerung. Natürliche
Vermehrung, Zu- und Abwanderung
zusammengenommen, bedingen das mehr
oder minder große Bevölkerungswachstum
eines Staates, wobei aber der natürlichen
Vermehrung die bei weitem größte
Bedeutung zukommt, was schon aus der
S.218 erwähnten Tatsache erhellt, daß
die Einwohnerzahl Europas in den letzten
100 und namentlich in den letzten 50
Jahren trotz gewaltiger Abwanderung überaus
stark gestiegen ist. Es gehen eben
lie Zahlen des jährlichen Wachstums im
allgemeinen mit denen dee
Geburtenüberschusses parallel
Wo aber, wie in der Union,
in Kanada, Australien, in der
Südafrikanischen Union, starke
natürliche Vermehrung mit
starker Zuwanderung oder
geringer Abwanderung Zzu-3ammenfällt,
erscheinen die
günstigsten Zuwachszahlen.
Rasches Wachstum bedeutet
naturgemäß eine Stärkung
des betreffenden Staates, nicht
nur, weil damit seine Wehrkraft
wächst, sondern auch,
weil immer mehr Kräfte für die wirtschaftliche Entfaltung sich darbieten,
was namentlich in dünnbevölkerten Ländern wie in Rußland,
in den jungen amerikanischen Staaten, in Australien von Wichtigkeit
ist. Andrerseits birgt geringes Wachstum oder gar Abnahme der
Bevölkerung für einen Staat stets eine Gefahr in sich. Allzu starke
Verdichtung der Bevölkerung führt allerdings wieder zu Nachteilen.
Die gewaltigen wirtschaftlichen Kämpfe (Streiks!) der Volksgenossen
untereinander und schwere politische Erschütterungen von innen heraus
sind Erscheinungen, die am häufigsten in mehr oder minder übervölkerten
Staaten auftreten.
Die Großmächte. Welche Bedeutung haben Flächengröße und
Volkszahl für die Stellung‘ eines Staates als Großmacht? Vor dem
Kriege pflegte man die in der folgenden Übersicht angeführten acht
Staaten als Großmächte zu betrachten:
{wo mit Els. Loth,
ohne»
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