rungsquote. für landwirtschaftliche und nicht landwirtschaftliche Berufsgruppen
(d. h. lediglich Arbeitskräfte ohne selbständige Unternehmer, Beamte usw.) in den
‚etzten Jahren auf insgesamt:
Zeitraum
Arbeitskräfte
lJandwirt- ] ti ]
schaftliche | 50PSUB6
zusammen
A
1.4.26 bis 31.8.27. . . | — 3139 — 3929 — 7068
1.4.27 bis 31.3.28. . .| -— 6402 | — 7525 — 13927
In obiger Erhebung, welche von den Landräten auf Grund der jeweiligen
polizeilichen An- und. Abmeldungen fortlaufend durchgeführt wird, sind die er-
mittelten zugewanderten Arbeitskräfte mitberücksichtigt worden; die vor-
stehenden Angaben bedeuten also bereits den Saldo. .Selbstverständlich weichen die
Verwaltungsergebnisse von denen der Volkszählungsmethode ab. Notwendig: ist
aber der.Hinweis, daß die Verwaltungserhebungen in erster Linie die Tendenz an-
geben, zahlenmäßig dagegen ein zu günstiges Bild bedeuten; denn von den. ein-
zelnen berichtenden Landräten sind die Abgewanderten verschieden erfaßt, indem
ceils nur dieabgewanderten Arbeitsfähigen, teils die abgewanderte
Seelenzahl insgesamt festgestellt wurde.“
Trotz dieser statistischen Mängel erhalten die angeführten Zahlen erhöhte
Bedeutung, wenn man sie mit der Gesamtzahl der land- und forstwirtschaftlichen
Arbeitskräfte Ostpreußens vergleicht. Diese betrug 1926 nach Angaben des Ost-
jreußischen Krankenkassenverbandes, Königsberg, 225180 und verteilt sich. im
»inzelnen wie folgt:
5711
12 459
60 305
54 944
60 798
21 476
4520
Le 497
insgesamt 225 180
Inwieweit die verstärkte Abwanderung von landwirtschaftlichen Arbeits-
xräften durch das wachsende Geburtenplus ausgeglichen wird, läßt sich auf
Grund des vorliegenden Materials nicht sagen. Die Arbeiterfrage wiegt um so
schwerer, als das Kontingent an ausländischen Wanderarbeitern in‘ der Nach-
\riegszeit erheblich heruntergesetzt worden ist. Während in der Vorkriegszeit in
Istpreußen nach Angaben des Landesarbeitsamts Königsberg im ganzen 26 300 aus-
‚ändische Landarbeiter beschäftigt wurden, nicht gerechnet die sogenannten Kar-
voffelgräber aus Polen, wurden 1923 nur 4631 Anträge für 12 388 ausländische
Arbeiter gestellt, im Jahre 1924 3933 Anträge für 9011 ausländische Arbeiter.
Zugelassen wurden für 1922.10 830, für 1923 11289. und für 1924 8423 aus-
‘:ändische Landarbeiter. Die in den nachfolgenden Jahren bewilligten Kontingente
würden weiter ermäßigt. Das Kontingent betrug im Jahre 1925: 7500, 1926:
3309, 1927: 6800 und 1928: 5800 ausländische Landarbeiter.
Forstarbeiter
Freiarbeiter
Hofgänger .
Deputanten
Dienstboten
Deputantenifrauen
Gutshandwerker
Berufsschweizer
b) Verkehrsverhältnisse.
Die klimatischen. Verhältnisse Ostpreußens haben zur Folge, daß die pri-
vaten und öffentlichen Wege einen großen Teil des Jahres unfahrbar sind, zumal
Ja Ostpreußen nur über eine geringe Zahl fester Straßen verfügt.