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Zweiter systematisch-theoretischer Teil
zahl zur Fläche, also die sogenannte Dichte der Bevölkerung
abhängt. Während in Europa im Jahre 1800 auf ı qkm Fläche
16,8 Einwohner kamen, betrug diese Volksdichte im Jahre 1925 42,3.
In einzelnen europäischen Staaten war dabei die Zunahme der Volksdichte
noch wesentlich stärker. Es kamen auf ı qkm an Einwohnern
in den Jahren in den folgenden Ländern
Deutscher England
Reich Wolle
1820
1840
1860
1880 i
1900 104.
1910 120,0
1925 134:3
N 1812
238,0
250,0
26,5
2942
28,8 8,5
er5 {0,1
55,0 12,5
60,4 13,4
62,3 14,4
A n
68,61)
86,7
98,6
100,5
120,9
125,0
Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß das absolute
Wachstum der Bevölkerung sich in stärkerem Ausmaße vollziehen
muß, als es der Entwicklung der Zuwachsrate entspricht. In
welchem Umfang das der Fall ist, ergibt sich aus der folgenden
Tabelle *). Die Bevölkerung Europas vermehrte sich in den folgenden
Perioden
in Millionen
12,538
21,194
17,010
15,256
16,665
22,506
26,346
31,157
37:675
Während die Zuwachsraten in den Jahrzehnten 1821—30 und
1891—1900 etwa gleich groß waren, ist die absolute Zunahme in
dem letzten Jahrzehnt nahezu doppelt so hoch gewesen, wie in dem
erstgenannten. In Europa entsprach im Jahre 1800 eine Zuwachsrate
von ı°%, einem jährlichen absoluten Wachstum der Bevölkerung
von 1,88, im Jahre 1925 dagegen von 5,05 Millionen Köpfen. Gleichbleibende
Zuwachsraten bedeuten also ein progressives absolutes
Wachstum der Volkszahl. Est ist demnach leicht einzusehen, daß
die Zuwachsrate einer Bevölkerung, also ihr relatives Wachstum,
natürlich innerhalb gewisser Grenzen, sinken kann, ohne daß deshalb.
!) Nach Sundbärg, Apergus, a. a. O,, 5. 38,