Zweiter systematisch-theoretischer Teil
Jahr
1924
[925
1926
1927
10928
bei den ehelichen bei den unehelichen
30
96
"„
ba
g'
überhaupt
109
105
102
97
Ra
Für Preußen läßt sich die Entwicklung noch etwas weiter zurück
verfolgen. Hier starben von 1000 Lebendgeborenen vor Vollendung
des ersten Lebensjahres im Durchschnitt der Jahre
1876—80 1906—10 179
1881—85 LC5 £911— 14 162
1886—90 L95 1915—20 134
1891—05 193 1921—24 125
1896 —00 189 1925 —28 98
1901—05 189
Die unterschiedliche Sterblichkeit in den einzelnen Altersstufen
und die Wandlungen, die sich hierin vollzogen haben, spiegeln sich
am deutlichsten in den sogenannten Sterbetafeln wieder, in
denen die mittlere Lebenserwartung aller Altersklassen auf
Grund der in den betreffenden Perioden herrschenden Sterblichkeitsverhältnisse
zum Ausdruck kommt. Es betrug im Deutschen Reich
die Zahl der im Durchschnitt noch zu durchlebenden Jahre nach
den Sterbetafeln für die Jahre *)
{Tabelle siehe S. 293.)
Aus dieser Aufstellung erkennt man zunächst die ganz verschiedene
Sterblichkeit in den einzelnen Altersklassen, man sieht,
daß eine gelative Zunahme der höheren Altersklassen in einer Bevölkerung
Ihre Gesamtsterblichkeit ungünstig beeinflussen muß. Das
kann der Fall sein, auch wenn die spezifische Sterblichkeit der einzelnen
Altersstufen, d. h. der Sterbekoeffizient, einen weiteren
Rückgang erfährt. Man sieht aus dieser Zusammenstellung, in
welchem Maße in den einzelnen Altersstufen die Lebenserwartung
zugenommen hat.
Freilich darf man den bisherigen Darlegungen gegenüber nicht
verkennen, daß der Gefahr einer ungüunstigeren Gestaltung der
Sterblichkeit als Folge von Änderungen im Altersaufbau der Bevölkerung
doch auch manche anderen Faktoren gegenüberstehen,
die nach der günstigen Seite hin wirken können. Das ergibt sich
bereits, wenn man die heutige Verteilung der Sterblichkeit auf die
einzelnen Altersstufen betrachtet. In Preußen standen im Jahre 1025
') Nach „Wirtschaft u. Statistik“, 8. Jahrg., 1928.