Full text: Bevölkerungslehre

Verlag von Gustav Fischer in Jena 
Eine Abhandlung über das Bevölkerungsgesetz, oder: Eine Untersuchung 
seiner Bedeutung für die menschliche Wohlfahrt in Vergangenheit und Zukunft, 
nebst seiner Prüfung unserer Aussichten auf eine künftige Beseitigung oder 
Linderung der Uebel, die es verursacht. Von Thomas Robert Malthus. Aus 
dem engl. Original und zwar nach der Ausgabe letzter Hand (6. Aufl. 1826) ins 
Deutsche übertragen von Valentine Dorn und eingeleitet von Prof. Dr. 
Heinr. Waentig, Halle a. S. Zwei Bände, zweite Aufl. („Sammlung sozial- 
wissenschaftl. Meister.“ Hrsg. von H. Waentig. Bd. 6 und 7.) XIV, 485 u. 
VI, 470 S. kl. 8° 1925 Rmk 12.—, geb. 15,.— 
Jeder, der sich von der grundsätzlichen Einstellung des wirtschaftlichen Liberalismus 
zu den Problemen der modernen Sozialpolitik Rechenschaft geben will, wird in erster 
Linie von Malthus auszugehen haben. Er war es, der zuerst auf Grund eines reichen 
Materials die Bewegung der Bevölkerung eingehend untersucht und die an dieselbe sich 
anknüpfenden bedeutsamen Fragen scharf durchdacht und genau formuliert hat, so daß 
er allzeit als der eigentliche Schöpfer einer Theorie der Bevölkerung bezeichnet werden muß. 
Man findet bei Malthus, d: > Sozialpolitiker der großen britischen Schule, das theo- 
retische Grundproblem aller Sozi. ‚ , das Problem der Beziehungen zwischen Natur 
und Gesellschaft bereits aufgerolı roßartige Folgerichtigkeit, mit der eine be- 
stimmte wissenschaftliche Konzeptic |‘ 35»: Inde gedacht, die unerschrockene Kühnheit, 
mit der sie auch bis in ihre letzten prakıxom' Konsequenzen verfolgt wird, sind schlechter- 
dings mustergültig, und sie müssen auch u..jenigen bestricken, der die Haltbarkeit seines 
Ausgangspunktes verneint. Wie weit auch die moderne Soziologie als theoretische Grund- 
Jage aller wissenschaftlichen Sozialpolitik über ihn hinausgelangt sein mag, so kann doch 
auch heute noch kein ernst zu nehmender Sozialpolitiker an Malthus vorbei. Schon daraus 
erhellt die Größe jenes eigenartigen Denkers. 
Das Bevölkerungsgesetz des Th. R. Malthus und der neueren National- 
ökonomie. Darstellung und Kritik. Von Dr. Franz Oppenheimer. VII, 
168 8. or. 8° 1901 Rmk 3.— 
Versuch einer Bevölkerungsiehre, ausgehend von einer Kritik des 
Malthusschen Bevölkerungsprinzips. Von Dr. Frank Fetter. („Sammlg. 
nationalök, u. stat. Abhandlungen.“ Hrsg. von Joh. Conrad, Halle a. 5. 
Ba. VIL 4) VII. 97 8. or. 8° 1894 Rınk 2.40 
Das Bevölkerungsproblem in Deutschland. Von Henriette Fürth, Frank- 
fort a. M. VI 109 8. gr. 8° 1925 Rmk 4.— 
Inhalt: Ziel und Methode. / Die Bevölkerungszahlen seit 1871 und die Uebersee- 
auswauderung. / Die Bevölkerungsvorgänge in Deutschland seit 1841. / Geburtlichkeit 
und Altersaufbau, / Sterblichkeit, Geburtenfrage und Geburtenüberschuß. / Säuglings- 
sterblichkeit der Ehelichen und Unehelichen, / Die Sterblichkeit der Uebereinjährigen. / 
Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten im Lichte der Bevölkerungspolitik, / Die sozialen, 
wirtschaftlichen Komponenten der Bevölkerungsvorgänge. / Quantität oder Qualität der 
Volksvermehrung und Mutterschutz, / Kindernot und Bevölkerungspolitik. / Wirtschafts- 
politische Erwägungen zur Bevölkerungsfrage. / Die Sozialpolitik und das Bevölkerungs- 
problem. / Die Lebenshaltungskosten. / Wohnfrage und Bevölkerungsproblem, / Sozial- 
politische Folgerungen und Forderungen, / Die Arbeitszeit im Lichte der Revölkerungs- 
und Wirtschaftspolitik. / Ausblick. 
Die Familie in ihrer Bedeutung für das Volksleben. Von Richard Ehren- 
berg, Rostock. (Abdruck aus „Archiv f. exakte Wirtschaftsforschung.“ Bd. VIII, 1.) 
48 8. or. 8° 1916 Rmk 1.—
	        
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