Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(819) 1863 Jan. 28 
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weise gegeneinander. Die Lehre von der F riktion und da- 
mit die Untersuchungen über die mathematischen Formen von 
Räderwerk, Zähnen etc. alle an der Mühle gemacht; ditto hier 
zuerst die Lehre von dem Messen des Grads der bewegenden Kraft, 
5 von der besten Art, sie anzuwenden etc. Fast alle großen Mathe- 
matiker seit Mitte des 17. Jahrhunderts, soweit sie sich auf prak- 
tische Mechanik einlassen und sie theoretisieren, gehn von der 
einfachen Wasser-Kornmühle aus. In der Tat daher auch der 
Name Mühle:tind mill, der während der Manufakturperiode 
9 entstand, für alles auf praktische Zwecke gerichtete mechanische 
Treibwerk. 
Aber bei der Mühle, ganz so wie bei Preßmaschine, Hammer- 
werk, Pflug usw. von vorn herein die eigentliche Arbeit, Schlagen, 
Zerquetschen, Mahlen, Zerkleinern etc. 0 hne menschliche Arbeit 
s getan, wenn auch die moving force. menschlich oder viehisch. Da- 
her diese Art Maschinerie wenigstens in ihren Anfängen sehr alt 
und früher bei ihr eigentlich mechanische Triebkraft angewandt. 
Daher auch fast die einzige Maschinerie, die in der Manufaktur- 
periode vorkommt. Die industrielle Revolution be- 
» ginnt, sobald der Mechanismus da angewandt, wo von alters her 
das finale Resultat menschliche Arbeit erheischt, also wo nicht, 
wie bei jenen Werkzeugen, von jeher der eigentlich zu be- 
arbeitende Stoff nie mit der menschlichen Hand zu tun hatte; 
wo der Mensch der Natur der Sache nach nicht von vorn herein 
# als bloße power wirkt. Will man mit den deutschen Eseln die 
Anwendung tierischer (also ganz so gut freiwilliger Be- 
wegung wie die menschlicher) powers für Maschinerie er- 
klären, so ist jedenfalls die Anwendung dieser Art Lokomotiven 
viel älter als das einfachste Handwerkszeug. 
Itzig schickt mir, was unvermeidlich, seine Verteidigungsrede 
(ist zu 4 Monaten verurteilt) vor Gericht zu. Macte puer virtute! 
Erstens hat dieser Renommist die Broschüre, die Du hast, Rede 
über „den Arbeiterstand“, in der Schweiz wieder abdrucken lassen 
unter dem pompösen Titel: „Arbeiterprogramm“. 
Du weißt, daß die Sache nichts ist als schlechte Vulgarisation 
des „Manifests“ und andrer von uns so oft gepredigten Sachen, 
daß sie gewissermaßen schon Gemeinplätze geworden sind. (Der 
Bursche nennt z. B. „Stand“ die Arbeiterklasse.) ; 
Well. In seiner Rede vor dem Berliner Gericht hat er die 
vo Schamlosigkeit zu sagen: 
„Ich behaupte ferner, daß diese Broschüre nicht nur ein wissen- 
schaftliches Werk wie so manches andre ist, welches bereits be- 
kannte Resultate zusammenfaßt, sondern daß sie sogar in der viel- 
fachsten Hinsicht eine wissenschaftliche Tat, eine Entwicklung 
von neuen wissenschaftlichen Gedanken ist. . .. In verschiedenen 
zn
	        
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