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An Strickarbeiten für Liebesgaben fertigten die Schulhinder an: 1217 
Paar Soeben, 418 Kopffchüber, 299 Schals, 988 Paar Stauchen, 39 Ohren- 
fchüber. Das Material für diefe Strickarbeiten (teilte die Wohlfahrtzentrale 
zur Verfügung. 
Die Neueinrichtung von Kleinhinderfchulen, Kinderhorten oder ähn 
lichen Anftalten, die in anderen Städten (ehr bald in weitern Umfange not 
wendig wurden, erwies (ich zunächft als vollftändig überflü(fig. Die 
Arbeitslo(igheit lieb den Müttern mehr Zeit als genug, die Kinder felbft zu 
überwachen und zu leiten, und es mufite als ein Glück erfcheinen, daf? die 
Kinder nicht dem häuslichen Kreife entzogen wurden. 
Im Anfang des Krieges war in Barmen die Zahl der die Horte be 
gehenden Kinder, im Gegenfab zu vielen anderen Städten, (ogar zurück 
gegangen. Erft im Jahre 1916 trat aus den fchon erwähnten Gründen eine 
ftarhe Inanfpruchnahme der Horte ein, fodafi die beftehenden 5 Horte bald 
überfüllt waren und 6 neue Kriegshinderhorte eingerichtet werden mußten; 
letztere Krautftr. 37, Oberdörnerftr. 84, Ritterftr. 32, fowie in den Schulen am 
Wichlinghaufermarht, an der Eichenftrabe und an der Gewerbejchul- und 
Heidter|tr.-Ecke. Sie werden durchschnittlich von je 100 Kindern befucht. Mit 
Ausnahme des Hortes an der Krautftrabe, erhalten die Kriegshinderhorte 
das Mittage|fen aus den Stadthüchen. Für feine Zwecke wurden dem 
Verein für Kriegshinderhorte bis zum 31. Mai 1917 von der Wohlfahrt 
zentrale Mh. 21010.— vergütet. 
Unter Leitung der Vorfteherin der fozialen Frauenfchule am Ober- 
lyceum fanden auf Koften der Wohlfahrtzentrale im Januar 1917 im Ge 
meindehaus Oberdörnerftr. 85 zwei Ausbildungshurfe für Kinderhortleiterinnen 
und -Helferinnen unter Beteiligung von 50 Teilnehmerinnen |tatt. 
Aussendung von Kindern aufs Land. 
Schon 1916 erfchien für die Herbftferien ein Erholungsaufenthalt be 
dürftiger, nicht ausreichend ernährter Kinder auf dem Lande hoch ft 
wünfehenswert. Eine Rundfrage des Nationalen Frauendienftes bei den 
Geiftlichen auf dem Lande betreffs Unterbringung erholungsbedürftiger 
Kinder fand eine über alles Hoffen und Erwarten hinausgehende Unter- 
ftübung. In 53 Orten des Rheinlandes, des Oberbergifchen, des Sieger 
landes öffneten [ich gaftfreundliche Häufer, in denen die Kinder ganz un 
entgeltlich mit herzlicher Freude und dauerndem Wohlwollen aufgenommen 
wurden. 1015 Kinder honnten feitens des Nationalen Frauendienftes aus- 
gefandt werden; dazu harnen 430, die durch Vermittlung des Caritasver-
	        
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