Contents : Die Kommunalbesteuerung in Italien

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zu  staatlichen  Zwecken  herangezogen.  Es  kam  auch  vor,  daß  die
eine  Kasse  von  der  andern  durch  Darlehen  unterstützt  wurde,
und  daß  Schulden  einer  notleidenden  Kasse  von  einer  zahlungsfähigen ­
  übernommen  wurden.  Ferner  wurden  Beamtengehälter,
z.  B.  der  Gehalt  des  hessischen  Geschäftsträgers  in  London  und
später  der  des  kurhessischen  Gesandten  beim  Bundestag  zur  einen
Hälfte  aus  der  Kriegskasse,  zur  anderen  aus  der  Kammerkasse
bestritten 81 .
Das  Vermögen  der  drei  Kassen  bestand  in  Staatspapieren
und  in  Außenständen  bei  Souveränen  und  Privaten.  Durch  seine
Sparsamkeit  und  durch  seine  und  seiner  Vorgänger  Subsidienverträge
  war  Kurfürst  Wilhelm  1.  einer  der  reichsten  Fürsten  Europas
geworden,  und  selbstverständlich  war  sein  Vermögen  im  Wachsen.
Bei  der  Kriegskasse  betrug  die  Hauptsumme  des  Status  activorum
kurz  vor  seiner  Flucht  im  September  1806  21  021  422  Rtlr.  gegen
20  566  477  Rtlr.  im  Januar  desselben  Jahres.  Darunter  befanden
sich  15  994112  Rtlr.  an  hin  und  wieder  ausgeliehenen  Kapitalien  mit
monatlich  53  290  Rtlrn.  Zinsen,  2  588  545  Rtlr.  angelegte  englische
Annuitäten,  die  monatlich  9879  Rtlr.  Zinsen  brachten,  282  043  Rtlr.
holländische  Bankokapitalien  mit  monatlich  708  Rtlrn.  Zinsen.  Die
Gesamteinnahmen  betrugen  im  Januar  1806  107  374  Rtlr.,  die  Ausgaben ­
  65  898  Rtlr.,  was  einen  Überschuß  von  41  476  Rtlrn.  machte.
Im  September  betrug  der  Überschuß  43  028  Rtlr.,  was  einen  Jahresüberschuß ­
  von  mehr  als  einer  halben  Million  bedeutet 82 .
Als  Schuldner  der  hin  und  wieder  ausgeliehenen  Kapitalien
werden  in  dem  summarischen  Extrakt  sämtlicher  Einnahme-  und
Ausgaberubriken  des  Kriegsetats  pro  anno  1806  die  verschiedenartigsten ­
  Personen  namhaft  gemacht:  Fürsten,  hessische  Stadt-  und
Landgemeinden,  Offiziere,  Beamte  und  Handwerker.  Die  ausgeliehenen ­
  Beträge  gehen  bis  auf  60  Rtlr.  herab.  Als  größte
Außenstände  werden  folgende  erwähnt:  Herzoglich  Mecklenburg-Strelitzsches
  Anlehen  von  427  000  rf  ä  3Ü2  "/<>,  Fürst  Öttingen-Wallerstein
  mit  einem  Kapitalrest  von  327122  rf  ä  3 1 /s°/o,  Fürstlich
Leiningisches  Anlehen  von  289  000  rf  ä  4 1 /2°/o,  Fürst  Löwenstein-Wertheim
  mit  zwei  Kapitalresten  von  321  000  rf  ä  3^2  und  4  °/o
und  60  445  rf  ä  4  °/o,  Fürst  Lippe-Detmold  mit  einem  Kapitalrest
von  220  000  rf  ä  3^2  °/o,  Fürst  zu  Hohenlohe-lngelfingen  mit  einem
Kapitalrest  von  140  959  rf  ä  4°/o,  Graf  von  Platen  zu  Hallermünde
mit  einem  solchen  von  124  400  rf  ä  3^2  °/o,  die  bayerischen  Land-5

            
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