schicklichkeit den neuen Verhältnissen, in die sie sich selbst versetzt
hatten, anzupassen wußten.
Nicht verschwiegen werden darf dabei allerdings, daß ein
großer Teil der Gesetzwidrigkeiten, welcho von diesen Leuten. begangen
wurden, nicht hätte zustande kommen können, wenn nicht
das Publikum den betreffenden Delinquenten gegenüber eine mitunter
bewundernswerte Kritiklosigkeit an den Tag gelegt hätte.
Dies gilt namentlich von den Heiratsschwindlern.
Ich habe mehrere Fälle gesehen, wo Leute mit einfachster
Schulbildung und oft sehr mangelhafter Erziehung, mit Leichtigkeit
in die besseren Kreise hineinkamen, sich dort verlobten und
die Angehörigen der Braut um größere Geldsummen prellten.
Es sind mir auch mehrere Hochstaplerinnen begegnet, die +
zum Teil in Schwessterntraht größere Summen ersschwindelt
hatten oder Verlöbnissse eingegangen waren, die ohne ihre erfundenen
Erzählungen nie zustande gekommen wären.
Fast regelmäßig handelte es sich um Hysterische oder Entartete,
wie die klinische Untersuchung ergab.
[II. Nerven- und Geisteskrankheiten im
Kriege.
Bezüglich der Nerven- und Geisteskrankheiten betone ich ausdrücklich,
daß es mir nur darauf ankommt, einige allgemeine Gesichtspunkte,
die für ein größeres Publikum von Interesse sind,
hervorzuheben.
Voranzustellen ist dabei die erfreuliche Tatsache, daß die
Geistes- und organischen Gehirn- und Rückenmarkskrankheiten
unter der Zivilbevölkerung während des Krieges eine nachweisliche
Zunahme nicht erfahren haben.
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