Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(961) 1866 März 5 
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14 Tagen denk ich drüber weg zu. sein, jedenfalls aber diese 
Woche einen Polenartikel zu schicken. 
Schöne Enthüllungen aus Jamaika. Und die Blamage der Times 
damit und der Resignation von Russell. Das Blatt geht sehr rasch 
5 down. 
Lies womöglich die Erklärung der Köln-Mindener Direktion 
wegen des schofeln Geschäfts. Das sei, soweit sie beteiligt, bloß 
privatrechtlicher Natur; sobald der König es ratifiziert, 
habe der die staatsrechtliche Seite auszufressen. Mit andern 
o Worten, die Bourgeois in Köln wollen selbst gar keine Verfassung 
haben. 
Viele Grüße an die ladies 
Dein 
FE. 
362. Marx an Engels; 1866 März 6. 
6. März 1866. 
Lieber Fred, 
Da ich nun einmal hier fort soll, denke ich, es ist das Beste, 
nach Margate zu gehn. Die Luft ist dort besonders gut. Außer- 
dem Nähe von London, falls etwas passierte. Auch ist der letzte 
„ Karbunkel zwar weg, aber die Wunde ist noch nicht zugeheilt, so 
daß weitere Reise auf Eisenbahn mir lästig. 
Was soll ich num tun „at large“? nach Gl[umper]ts Vor- 
schriften? 
Ich gehe heut zum erstenmal wieder in die freie Luft. 
Salut. 
Dein K. M. 
363. Engels an Marx; [1866 März ca. 10]. 
Confidential! 
Auszug aus einem Brief an Freiligrath, der mir wegen eines 
o kommerziellen Philisters Auskunft abverlangt und zu gleicher 
Zeit sein Bedauern über Deine Krankheit äußerte und wohlwal- 
lende Bemerkungen machte: 
„Marx braucht Ruhe vor Nachtarbeit und Sorgen, dazu Seeluft 
and gutes Leben. Das wird ihn schon wieder auf die Beine brin- 
w gen. Fetten Bürgern wie dem Blind passiert so was nicht. Dafür 
hat der arme Mann aber auch das Pech, daß trotz aller angesetzten 
Hebel und Daumschrauben kein Mensch von ihm spricht als 
Blind selbst. Solche Kerls haben die Karbunkeln an der innern 
Seite ihres Hirnschädels. Doch genug von dem ‚.deliberate liar*, 
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