Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(972) 1866 April 6 
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hinter der Zuheilungshaut. Indes bei den warmen Seebädern und 
dem rough Waschtuch, womit ich mich abtrockne, wäre in diesem 
Fall der Dreck wohl aufgegangen, und in der Tat, seit zwei Tagen, 
scheint auch dies letzte Wundmal ganz zu verschwinden. Der ein- 
; zige drawback ist ein schmerzlicher, hier wiedergekehrter Rheu- 
matismus in der rechten Schulter, der mich sehr am Schlafen stört. 
Ich bin jetzt bald 4 Wochen hier und habe rein der Gesundheit ge- 
lebt. Es ist Zeit, daß dies bald aufhört. 
Unsre Briefe haben sich gekreuzt, so daß Du den meinen be- 
u antwortest. Du läßt aus die Chance von italienischer Diversion zu 
Gunsten Preußens. 
Daß Rußland, obgleich es Herrn Bonaparte erlaubt, auf dem 
Proscenium als arbiter zu spielen, hinter den Preußen steht, unter- 
Liegt nicht dem geringsten Zweifel. Es muß nicht (um ä la Hegel 
s zu sprechen) übersehn werden, daß die Danubian mine was 
sprung gleichzeitig mit Bismarcks Vorgehn. 
Gesetzt selbst, was wahrscheinlich, daß die preußischen Hunde 
wieder rückkriechen, so bleibt klar und muß selbst den deutschen 
Philistern klar werden, daß ohne Revolution in Deutsch- 
„ land die Hunde von Hohenzollern und Habsburgern unser Land 
durch Bürgerkrieg (dynastischen) wieder für 50—100 Jahre 
rückwerfen werden. 
Ich muß Dir offen sagen, daß es sehr schief mit der „Inter- 
national“ steht, um so mehr, als durch die Ungeduld der Fran- 
» zosen der Congress auf Ende Mai festgesetzt ist. 
The fact ist this, daß die Londoner englischen leaders, nach- 
dem wir ihnen eine Position geschaffen (wozu kommt die Unfähig- 
keit jedes Engländers, zwei Dinge auf einmal zu tun), sehr kühl 
in unserem engeren movement sind. Meine Abwesenheit für bei- 
„nah 3 Monate hat außerordentlich geschadet. Was 
tun? In Frankreich, Belgien, Schweiz (und selbst hier und da 
in Deutschland, und sogar sporadisch in Amerika) hat die Gesell- 
schaft große und beständige Fortschritte gemacht. In England hat 
die Reformbewegung, die von uns ins Leben gerufen, uns beinah 
x killed. Die Sache wäre gleichgültig, wäre der Genfer Congress 
nicht für Ende Mai angesagt, und hätten die Pariser, für welche 
diese Bewegung die einzig mög liche, [nicht] durch ein 
eignes Journal, „Le Congr&s‘‘, es fast unmöglich gemacht, den 
Congress zu prorogieren. Die Engländer würden bald die Lauserei 
des Reformmovements, wie es jetzt ist, einsehn. Nach meiner 
Rückkehr würde Drohung mit Koketterie mit der Potterclique etc. 
bald alles wieder ins Gleis bringen. Aber there is no time. Für die 
Engländer ist selbst failure des Congress Wurst. Aber für uns? 
Eine europäische Blamage!! Ich sehe in der Tat kaum 
“ einen Ausweg. Die Engländer haben alles vernachlässigt, um den 
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