Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

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(983) 1866 Juni 9 
983. Marx an Engels; 1866 Juni 9. 
9. Juni 1866. 
Dear Fred, 
Besten Dank für die £ 10. 
Welches immer der Drang der Ereignisse, meine Arbeit ist bis 
jetzt seit meiner Rückkehr von Margate schlecht vorangegangen, 
in Folge rein körperlicher Zustände, In den letzten Wochen war 
ich so herunter, daß ich selbst die International Association nicht 
mehr besuchen konnte. Ich habe mir gestern Gumperts Rezept 
(für die Leber) machen lassen, da Allens Geschichten mir nichts zo 
halfen. Außerdem habe ich mir einen Zahn ausreißen lassen, um 
den Zahnschmerzen ein Ende zu machen, und wahrscheinlich muß 
noch ein zweiter folgen. 
Wenn Dein Weinvorrat es erlaubt (also Du nicht neue Ein- 
käufe dafür nötig hast), ist es mir lieb, wenn Du etwas herschickst, zs 
da ich Bier jetzt durchaus nicht trinken darf. 
Die Verse erwarten Deinen „Kommentar“. In meiner Hand 
bringen sie es zu Nichts. 
Heut Abend bin ich gezwungen, in die Sitzung der „Directors 
und friends‘ des „Commonwealth“ zu gehn. Die Sache pfeift auf „2; 
dem letzten Loch. Abgesehn von den extremen finanziellen Schwie- 
rigkeiten innere politische, Da der Esel von Bradford Manufac- 
turer, Mr. Kell (der 50 £ gegeben, sein Bruder ditto, und mehr in 
Aussicht gestellt), den Miall ganz beherrscht, haben Dr. Bridges, 
Professor Beesly, Harrison (die Comteists) nicht nur mit ihrem 2; 
Abtritt, sondern auch mit einer öffentlichen Erklärung über ihren 
Abtritt gedroht. 
Ich bin des Zeugs müde und werde den Leuten heut Abend vor- 
schlagen, ihr bankrottes Institut an Kell et Cons. zu verkaufen 
und der Lächerlichkeit ein Ende zu machen, daß a Bradford zo 
manufacturer ein Londoner „Arbeiterorgan“ dirigiert. Wollen sie 
nicht, so geb ich jedenfalls meine Entlassung. Aus eignen fonds 
kann das Blatt sich noch für längere Zeit nicht halten, ist also ab- 
hängig von den Bourgeoisvorschüssen und verliert dadurch seinen 
Charakter. Ich habe viel Geduld bei dieser Gelegenheit entwickelt, ;; 
weil ich immer noch hoffte, die Arbeiter selbst würden sich hin- 
reichend anstrengen, um die Sache selbständig fortzuführen; da 
ich andrerseits nicht Spielverderber sein wollte. 
Herr Gottfried Kinkel ist zum Professor in Zürich bestellt. 
Seit der Kriegslärm begonnen, haben sich die „Sächsischen“ „; 
Arbeiter zahlreich an die „International Association“ ange- 
schlossen. 
Salut. 
Dein K. M. 
F 37— 48.
	        
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