Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(983) 1866 Juni 9 
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Compliments to Mrs. Lizzy. 
Apropos! Lafargue sagt mir, daß die ganze neue französische 
Schule der mikroskopischen Physiologen, mit Robin an der Spitze, 
sich gegen Pasteur, Huxley etc. und für generatio @quivoca er- 
; klären. Er wird mir einige neue Schriften darüber mitteilen. 
984. Engels an Marx; 1866 Juni 11. 
Manchester, 11. Juni 1866. 
Lieber Mohr, 
Die Kiste Bordeaux geht heute Abend an Dich ab. Es ist sehr 
u guter Wein vom Borkheim. Ich hätte ihn Dir früher geschickt, 
aber die Jungen hier haben es teilweise wegen Überbeschäftigung 
verbummelt. Die Adresse hatten sie längst von mir fertig ge- 
schrieben in der Hand. Hoffentlich wird der und regelmäßige Be- 
wegung Dir gut tun. Was meinst Du, wenn Du auf eine 8 Tage 
 herkämst, meinetwegen Ende dieses, und dann gleich mit dem 
Gelde in den ersten Tagen Juli wieder nach Hause könntest? Da- 
bei könntest Du Gumpert einmal gründlich konsultieren. 
Wir sind hier an der Bankfalliererei noch so eben ohne Scha- 
den vorbeigekommen. Drl[onke] sagte mir selbst, daß er bei Bar- 
z nett etwas drin sei, aber mehr durch die Notwendigkeit, seinen 
Banker zu wechseln, er habe dort £ 3000 Kredit gehabt — doch 
war er auch Aktionär und daran verliert er. Eichhoff hat auch die 
Ehre gehabt, daß sein Banker falliert hat und er mit £ 16 in die 
Patsche gekommen. Der macht sich wenig daraus; wenn er einen 
z fälligen Wechsel nicht bezahlen kann, so 1äßt er’s eben bleiben. 
Herr G. Kinkel hat den Ruf nach Zürich nun schon jedes Jahr 
in Zirkulation gesetzt, sollten die Züricher in der Tat zuletzt wirk- 
lich dran glauben müssen? 
In Deutschland sieht es täglich revolutionärer aus. In Berlin 
und Barmen ziehen die stillgesetzten Arbeiter in Haufen drohend 
durch die Straßen. G. Ermen, der Freitag wiederkam, erzählte 
mir, er habe sich auf der Koblenzer Rheinbrücke mit einem xbelie- 
bigen preußischen Leutnant in Unterredung über den Krieg ein- 
gelassen, der Mann sei sehr zweifelhaft über den Ausfall der 
Sache gewesen, habe sowohl die Leute als die Führung der Öst- 
reicher für besser als die preußischen anerkannt, und auf G. Elt- 
men]s Frage: wie es gehen würde, wenn die Preußen geklopft 
würden, geantwortet: Dann kriegen wir Revolution. Ein andrer 
Philister erzählte mir, in Köln aus guter Quelle gehört zu haben, 
u“ daß die Landwehr kompagnieweise unter die Linie verteilt werden 
und die Landwehrregimenter wieder mit Linie aufgefüllt werden 
sollten: der Befehl sei heraus. Jedenfalls muß die Armee in einem 
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