Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

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(1017) 1867 März 27 
1017. Marx an Engels; 1867 März 27. 
27. März 1867. 
Lieber Engels, 
Ich hatte mir vorgenommen, Dir nicht zu schreiben, bis ich Dir 
das Fertigsein des Buches anzeigen könnte, was jetzt der Fall ist. * 
Ich wollte Dich auch nicht ennuyieren mit den Ursachen des aber- 
maligen Aufschubs, nämlich Karbunkeln am Hintern und in der 
Nähe des penis, deren letzte Reste jetzt verblühn und die mir nur 
unter großen Schmerzen sitzende Position (also schreibende) er- 
laubten. Arsenik nehm ich nicht, weil es mich zu dumm zo 
macht und ich wenigstens für die Zeit, wo das Schreiben möglich 
war, den Kopf beisammen haben mußte. 
Ich muß nächste Woche selbst mit dem Manuskript nach Ham- 
burg. Der Ton des letzten Briefs des Herrn Meißner gefiel mir 
nicht. Dazu erhielt ich gestern einliegenden Wisch von Borkheim. ıs 
Ich habe alle Ursache zu glauben, daß der „kontinentale Freund“ 
Herr Geheimrat Bucher ist. Borkheim hatte ihm nämlich einen 
Brief, den er mir vorlas, geschrieben, von wegen seiner Reisever- 
hältnisse nach Schlesien, wo er in Familienangelegenheiten hin 
will. Bucher hat ihm unmittelbar geantwortet. Ich wittere also zo 
hinter diesen canards eine Intrige und muß dem Meißner das 
Messer persönlich auf die Brust setzen. Sonst wäre der Kerl im 
Stand, mein Manuskript (ungefähr 25 starke Druckbogen, wie 
ich rechne) zurückzuhalten und zugleich nicht drucken zu 
lassen unter dem Vorwand, den zweiten Band „abwarten“ zu 25 
wollen. 
Ich muß nun d’abord meine Kleidungsstücke und Uhr, die im 
Pfandhaus wohnen, herausnehmen. Ich kann auch kaum meine 
Familie im jetzigen Zustand verlassen, wo sie sans sou, und die 
Gläubiger täglich unverschämter werden. Endlich, damit ich das zo 
nicht vergesse, alles Geld, was ich für Lauras Champagnerkur 
ausgeben konnte, habe ich den Weg alles Fleisches gesandt. Sie 
muß jetzt Rotwein haben, und besseren als ich kommandieren 
kann. Voilä la situation. 
Unsere „International“ hat einen großen Sieg gefeiert. Wir ss 
verschafften den auf Strike befindlichen Pariser Bronzeworkern 
Geldunterstützung von den London Trades Unions. Sobald die 
Meister das sahen, gaben sie nach. Die Sache hat viel Lärm in 
den französischen Blättern gemacht, und wir sind jetzt in Frank- 
reich eine etablierte Macht. € 
Die Luxemburger Affäre scheint mir zwischen Bismarck und 
Bonaparte abgekartet. Möglich, aber nicht wahrscheinlich, daß 
der erstre sein Wort nicht halten kann oder will. Die russische 
Einmischung in die deutschen Verhältnisse ist sonnenklar: 
zZ. 7 (am) —=3. 
30 (Endlich) —34.
	        
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