nichts anzutreffen. Mit der Februarrevolution waren die Französischen
Bestrebungen in Sachen der Brittischen Art von
Freihandel sofort abgeschnitten. Unser Nationalökonom wurde
Deputirter und durch die activo Macht der Verhältnisse, die
ihn beherrschten, ein Advocat gegen den Socialismus. Namentlich
gerieth er mit Proudhon zusammen, gegen den er natürlich
in der Vertheidigung des Zinses leichten Angriffen gegenüber
auch ein leichtes Spiel hatte..
Der Zustand seiner Brust verhinderte ihn, eine parlamentarische
Rednerrollo zu spielen. Erschöpft und im Gefühl der
sinkenden Kräfte, sowie offenbar wiederum durch eine Macht
bestimmt, der seine passive Natur theoretisch nachgegeben
hatte, wendete er sich schliesslich sehr spät zur Ausarbeitung
der einzigen innerlich bedeutenderen und auch äusserlich auf
die Darlegung einer Gesammtanschauung gerichteten Arbeit,
die wir von ihm besitzen. Obwohl seine Werke, einschliesslich
der Correspondenz, der nachgelassenen Aufsätze und aller
Journalkleinigkeitcn, über ein halbes Dutzend Bändb füllen,
so ist doch unter alledeni nur ein mässiges Bändchen von wirklich
hervorragendem Inhalt. Dies sind die schon mehrfach erwähnten,
auf einen Theil beschränkt gebliebenen „Oekonomischen
Harmonien”, zu deren Titel wohl am meisten derjenige
dos Proudhonschen Hauptwerks über die „Oekonomischen
Widersprüche” die Veranlassung gegeben haben mag. Diese
unabgeschlossenen Harmonien erschienen zuerst im Irübjahr
1850, während der Tod ihres Verfassers im December erfolgte.
Man hat ihnen eine Anzahl nachgelassener Aufsätze hinzugefügt,
welche die Stelle eines zweiten Theils schlecht vertreten
und sogar den Autor in Rücksicht auf den Entstehungszeitpunkt
seiner neuen Ansichten in entscheidender Weise compromittiren.
Der letzte Brief, welchen Bastiat von Rom aus
an das ,, Journal des Economistes” oinigeWochen vor seinem Tode
richtete, enthielt die Antwort auf die Oareysche Reclamation.
Was die allgemeine Denkweise und Weltanschauung Bastiats
anbetrifft, so war derselbe, wie man aus einzelnen Stellen seiner
Schriften sieht, unsterblicbkeitsgläubig und soll sich nach andern
Mittheilungen zuletzt noch positiv christlich geäussert haben.
In seinen früheren literarischen Beschäftigungen hatte er sich
den Einflüssen der Schriften von Leuten, wie de Maistre, zwar
keineswegs ganz hingegeben, aber doch auch nicht vollständig