Full text: Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

(737) 1861 Febr. 27 
Ich schreibe Dir von Holland. Du weißt, ohne daß ich Dir es 
schreibe, wie dankbar ich Dir für die außerordentlichen Freund- 
schaftsbeweise. 
738. Marx an Engels; 1861 Mai 7. 
7. Mai 1861. 
Lieber Frederick, 
Habes confitentem reum. Aber die circonstances att&nuantes 
neines Dir nicht Schreibens folgende: D’abord weißt Du, daß 
ich den größten Teil meiner Zeit in Berlin in Lassalles Haus zu- 
brachte, und hier war es mir unm6 glich, Dir zu schreiben, 10 
ohne Lassalle den Brief zu kommunizieren, und that did not serve 
my purpose. Später war ich beständig en route, von Berlin nach 
Elberfeld, Köln, Trier, Aachen, Bommel, Rotterdam und Amster- 
Jam. Endlich war mein ursprünglicher Plan, wie ich auch meiner 
Frau geschrieben hatte, von Rotterdam nach Hull und von Hull z 
nach Manchester zu reisen, um Dir dort ausführlichen 
mündlichen Bericht abzustatten. Dies ward vereitelt durch 
meinen Vetter Jacques Philips. Als ich nämlich von Rotterdam 
abreisen wollte, erklärte er mir, er würde einen Tag später nach 
London kommen, and he was as good as his word. So mußte zo 
ich natürlich direkt nach London, um ihm dort die honneurs zu 
machen. Er ist erst vorgestern von hier abgereist. 
Ich hoffe nun jedenfalls, daß Du Pfingsten ein paar Tage her- 
kömmst. In Elberfeld hörte ich, Du wollest Deine Familie Pfing- 
sten besuchen. Selbst in diesem Falle kannst Du es so einrichten, 25 
1aß Du wenigstens ein paar Tage bei uns zubringst. 
Ich habe Dir viel zu erzählen, was sich mündlich besser als 
schriftlich macht. Außerdem verdenken es Dir meine Damen, 
xenn Du London immer links liegen läßt. 
Zunächst also zu dem business. Meinem Onkel habe ich zu- zo 
nächst 160 £ abgepreßt, so daß wir den größten Teil unsrer 
Schulden abzahlen konnten. Meine Mutter, bei der von barem 
Geld nicht die Rede ist, die aber rasch ihrer Auflösung entgegen- 
zeht, hat einige frühere Schuldscheine, die ich ihr ausgestelit, 
vernichtet. Das war ein ganz angenehmes Resultat der zwei Tage, 35 
lie ich bei ihr zubrachte. Ich selbst sprach gar nicht mit ihr von 
money matters, sondern sie nahm in diesem Punkt die Initiative. 
Ferner habe ich mir in Berlin die Wege geöffnet, um im Notfall 
mit der „Wiener Presse‘ anknüpfen zu können, was bei den jetzi- 
gen amerikanischen Zuständen wohl unerläßlich werden wird. 4 
Endlich habe ich via Lassalle vorbereitet, daß der zweite Teil 
meiner politischen Ökonomie bei Brockhaus statt bei Duncker 
7 
"or,
	        
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