(1053) 1867 Okt. 4
mir nur 1 copy zugeschickt hat. Du erhältst sie, sobald ich damit
fertig. Es ist eine ganz dumme Nummer. Garibaldi wird als „ge-
meiner Bandit, Atheist, fool etc.“ gekennzeichnet, dagegen M. Du-
panloup, der ev&que von Orleans, als der große Mann der Zeit.
Wird David schließlich nicht noch Katholik werden? Die Russen
haben natürlich den Friedenskongreß zu Genf fabriziert und da-
her auch ihren „well worn out agent Bakounine‘ hingeschickt.
Es scheint mir, daß die Dipllomatic] Revliew] aus dem letzten
Loch pfeift.
Ad vocem International Association. Die Präsi- x
dentenwürde ist auf meinen Vorschlag abgeschafft worden, nach-
dem bereits Odger zur Wiederwahl vorgeschlagen war. — F 0X,
der großen Haß gegen Eccarius seit dessen Rückkehr bei jeder Ge-
legenheit exhibiert, gab Notiz für nächste Sitzung (Dienstag), daß
er die Timesartikel des Elccarius], zur Zensur des
Council, zur Sprache bringen werde. Ich, zur großen Verwunde-
rung des Fox, gab darauf ditto Notiz, ich würde den Flox] näch-
sten Dienstag interpellieren über einen „secret lette r“, den
er an Becker geschrieben mit der Aufforderung „to do all in his
power to remove the seat of the Central Council from London“, 20
Der Fox, der aus caprices und crotchets zusammengesetzt ist, bil-
det sich ein, er müsse eine „Oppositionspartei“ im Council
gegen die, wie er sagt, „deutsche Diktatur“ stiften. Er wird
sich wundern über seine Erfolge in dieser line!
Ad vocem Borkheim: D’abord diese facts. B [orkheim] 2
sprach (oder las vielmehr von seinem Manuskript) über 20 Mi-
nuten, während nur 10 reglementarisch waren. Natürlich, was
Garibaldi und Edgar Quinet, glaubte auch er sich herausnehmen
zu können. Zweitens: Er stieg auf die Rednertribüne in größter
Aufregung und, wie Eccarius sagt, „ließ sich selbst nicht zu Wort %
kommen“, Niemand verstand ihn. Man hörte nur die paar Stich-
worte über Schulze-Del[itzsch], wo Vogt aufsprang und beide
Fäuste ballte, und über die Kosaken. Das war ein wahres Glück.
Man hielt seine Rede für bedeutend, weil man sie nicht ver-
stand. Er spielt daher, sowohl in Times als der französi-
schen Presse, eine Art Rolle. Aber nım kömmt der draw-
back. Dieser Narr will seine Rede deutsch, englisch, russisch und
indem französischen Original drucken lassen. Letzteres
liegt mir num vor. Er sandte es mir, damit Lafargue es durchsehe.
Mit Ausnahme der paar Stichworte, die ich ihm soufflierte, nicht «
nur geschmackloser Kladderadatsch, sondern oft reiner
Blödsinn. Und nun gar das Französisch! Z. B.: „Sans stultification
il serait impossible de discuter, s’il faudrait d’ahord faire enlever
la femelle Isabelle, faire sauter le mäle Bismarck ou faire
s’&vanouir l’agile hermaphrodite Beust. Il y a de grands orateurs. 45
“DB
FF 25—45