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(744) 1861 Juli 1
die gesamte freie Bevölkerung der sezedierten slavestates nach
demselben Zensus about fünf Millionen; Diese North Western
States lieferten sowohl den bulk der Regierungspartei wie den
Präsidenten 1860. Auch war es grade dieser Teil des Nordens, der
zuerst dezidiert gegen jede Anerkennung der Selbständigkeit einer
Southern Confederacy. Natürlich können sie des Mississippi un-
tern Teil und Mündungen nicht fremden Staaten anheimgeben.
Es war auch dieser North Western [States] Bevölkrung, die in der
Kansasaffäre (von der eigentlich der jetzige Krieg zu datieren)
handgemein wurde mit den Border Ruffians.
Eine nähere Ansicht der Sezessionsbewegungsgeschichte er-
gibt, daß Sezession, Verfassung (Montgomery), Kongreß ibid.
usw. alles usurpations. Nirgendwo ließen sie das Volk en masse
abstimmen. Über diese „Usurpation“ — in der es sich nicht nur
um die Sezession vom Norden handelt, sondern um Befestigung 16
und Zuspitzung der Oligarchie der 300 000 slavelords im Süden
gegen die 5 Millionen whites — sehr charakteristische Artikel
'hrer Zeit erschienen in den südlichen papers. ;
Und nun zur großen Politik — Kinkel und Nationalverein in
London. Du erinnerst Dich noch, daß vorigen Samstag vor 8 Tagen z
Heintzmann die Sitzung aufgeschoben hatte (und dies im Her-
mann angezeigt), weil Juch nach Koburg geschickt there to move
a placitum patrum. Gleichzeitig hatte great Heintzmann eine
außerordentliche Sitzung für den Dienstag zur Feier der Schlacht
bei Waterloo etc. anberaumt: %
Der schlaue Gottfried jedoch, zusammen mit Zerffi, erließen
zeheime Zirkulare an ihre Leut (sieh den letzten Hermann) zu
siner Sitzung am Sonnabend. Gottfried und seine Leut’, die nun
das Feld frei hatten, hielten in der Tat hinter dem Rücken der
andern ihre Sitzung. Gottfried (als einer der Vicepräsidenten des 3
National-Vereins, präsidierte und Zerffi (als Comitemitglied des-
selben National-Vereins) sekretarisierte. Es versteht sich, daß
in dieser Sitzung dem Gottfried und Zerfii gefällige Beschlüsse
mit Bezug auf die Mac Donald Geschichte usw. gefaßt wurden.
Am folgenden Dienstag nun ließ Heintzmann das Protokoll vor- ss
lesen der letzten Sitzung, in der er präsidiert hatte, und tat, als
wisse er gar nicht, daß Gottfried und Konsorten in der Zwischen-
zeit eine Sitzung abgehalten. Auch trugen die anwesenden Gott-
fried und Zerffi nicht auf die Verlesung des bezüglichen Proto-
kolls an, nahmen überhaupt mit keinem Wort Bezug auf die von «
ihnen selbst arrangierte Sitzung. Wohl aber schrieb Gottfried den
folgenden Tag an Juch mit dem Ersuchen, das in dem Brief von
ihm eingelegte Protokoll über die Gottfriedsitzung im Hermann
abzudrucken. Er bezog sich sogar drohend auf ein Abkommen,
das er beim Überlassen des Hermann mit Juch getroffen. Letztrer «
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