Die gewerbliche Arbeit in ihrer Entwidlung. 11
AUrheitsfpezialifierung vor: jene Einrichtung, bei der ein und
dieyelbe Wrbeitsverrichtung jederzeit von demfjelben UWrbeiter
ausgeführt mird. Daß aber die Spezialifierung der Arbeits
verrichtung die Arbeitsfertigfeit quantitativ und qualitativ zu
teigern vermag, wußte [chon Abam Smith bekanntlich.
Die Arbeitszerlegung fhafft aber weiter erft die Möglichkeit,
qualitativ und quantitativ abgeftufte Arbeitsleiftungen an
Stelle vollwertiger Totalleiftungen zu nußen: durch die Zerlegung
des Gefamtproduktionsprozejfes in einzelne Teile entjtehen
viele Teilarten, zu deren Ausführung Kinder, Weiber,
Öreife, Xrüppel und geiftig Arme gleichermaßen jich ‚eignen
wie vollwertige Arbeitskräfte mit Kraft und Gefchick; entftehen
aber auch fo vielerlei Teilarbeiten, daß die qualitativ unter.
jchiebliche Begabung der Menfdhen zu voller GBerlüchfichtigung
zu gelangen vermag. Die Arbeitszerlegung verfelbjtändigt
gleichtam die Teilprozeffe; Jie geftattet dadurch das, was früher
nur nacheinander denkbar war, nebeneinander zu legen: die
gleichzeitige Inangriffnahme Jämtlicher Arbeitsverrichtungen
eines Gejamtprozefjes wird möglich. So lange e8 nur ein
„Spinnen“ gibt, fann diefer Gefamtprozeß immer nur als
Ganzes zu gleicher Zeit begonnen werden. Nım das „Spinnen“
in Jeine Beftandteile aufgelöft ijt, ann gleichzeitig neben
einander Kardiert, gefiredt, vor- und feingefponnen werden:
eing der wefentlichtten Momente Für die Befchleunigung des
Rroduktionsprozeffes.
So wichtig it diefes Berfahren der Wrbeitszerlegung dank
der daran ich Inüpfenden Möglichkeiten zwedmäßiger UrbeitSorganifationen,
daß es un8 nicht in Erjtaunen febt, wenn wir
die Ökonomen, die das Prinzip der Wrbeitszerlegung freilich
in etwas gebrocdhenem Zuftande als Jog. „Arbeitsteilung“
er[päht hatten, durch den ®lanz diejer folgenreichen Methode
jo fehr geblendet fehen, daß fie lange Zeit für andere analoge
Verfahrungsweifen zur Ausgeftaltung der Arbeitskunit gar keinen
Blic hatten. Und doch aibt e8 deren noch manche. Bes