Die Schafzüchter im Lande sind, gleichgültig welche
Rasse sie halten, in einem gemeinsamen Verein, Svenska
Färavelsföreningen (Schwedischer Schafzuchtverein, Stock-
holm), zusammengeschlossen.
Ziegenzucht wird in grösserem Masstabe nur in denjenigen
Teilen des Landes befrieben, wohin der Anbau noch nicht
vorgedrungen ist, und hauptsächlich in Norrland. Wie
bereits angeführt, ist die Ziegenzucht im Rückgang be-
griffen, aber unter gewissen Verhältnissen hat sie noch eine
Aufgabe zu erfüllen. Es ist das der Fall dort, wo Kühe nicht
gehalten werden können. Die gewöhnlichst vorkommende
Ziegenart ist einheimischen Ursprungs, bisweilen mit Spuren
von auswärts eingeführten Saanenbluts.
Die Ziegenzucht ist bisher ziemlich auf sich selbst ange-
wiesen gewesen. Indessen sind nunmehr von öffenflicher
Seite her Schritte getan worden, um auch auf dieses Gebiet
gewisse Massnahmen anzuwenden, die in anderen Zweigen
der Haustierzucht sich als nützlich erwiesen haben.
Oben ist bereits angeführt worden, dass bei der land-
wirtschaftlichen Zählung 1927 der Hühnerbestand zu etwa
6,850,000 festgestellt wurde, wozu nahezu 2,500,000 Kücken
kamen, und es liegt Anlass zu der Annahme vor, dass die
Anzahl seitdem weiter zugenommen hat. Hühner werden
allgemein von nahezu einem jeden gehalten, der die Mög-
lichkeit dazu hat (Abb. 20). Die nördlichen Provinzen mit
ihren langen und kalten Wintern bieten jedoch weniger
günstige Voraussetzungen für diese Art von Haustierzucht
dar; infolgedessen ist auch die Anzahl Hühner daselbst ver-
hältnismässig gering.
Verschiedene fremde Rassen werden als Veredelungs-
material verwendet. Erwähnt seien von diesen White
Leghorn, Rhode Island red, Wyandotte. In mehreren Hühner-
höfen ist eine Kontrolle über die Produktion der einzelnen
Tiere eingerichtet, und dadurch, dass zur Zucht Eier von
hervorragenden Legehennen verwendet werden, wird die
Leistungsfähigkeit des Hühnerbestandes nach und nach er-
höht. Wie weit man auf diesem Wege gelangen kann, geht
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