Deutschland heraufbeschworen worden, deren
Folgen unabsehbar waren, deren Anfänge sich
aber bereits in einer Panik an den deutschen
Börsen und in bedenklichen Schwankungen der
Reichsmark kundgaben.
Wenn man sich in das Gedächtnis zurückruft,
aus welchen Irrungen und Unklarheiten der
Youngplan entstanden ist, so wird es vollkommen
verständlich, weshalb man in Deutschland keine
Befriedigung darüber empfindet, daß ‚der Plan
nunmehr in Kraft tritt. Er verkörpert nicht die
endgültige Lösung der Reparation, die von allen
erhofft wurde, denen das Wohl Deutschlands am
Herzen liegt. Er ist nicht das Ergebnis von wirtschaftlichen
Erfahrungen, wie sie der Dawesplan
selbst als Voraussetzung für die endgültige
Lösung der Reparation verlangte, sondern er ist
ein aus den Zufällen der Stunde heraus unternommenes
politisches Wagnis, dessen guter Ausgang
ganz von der Entwicklung der Dinge in der
Zukunft abhängt. Die allgemeine Meinung in
Deutschland geht dahin, daß der Youngplan nicht,
wie er sich selbst vorschreibt, das Reparationsproblem
endgültig und vollständig regelt, sondern
daß er nur eine weitere Etappe auf dem Wege der
Reparation und eine höhere Stufe zum Wiederaufbau
der deutschen Wirtschaft bilden kann.
Wenn aber auch die Annahme des Youngplans
nirgends eine frohe Stimmung in Deutschland
ausgelöst hat, so wäre es doch unberechtigt,
daraus zu folgern, daß der einmal abgeschlossene
Vertrag etwa mit geringerem Ernst und weniger
gutem Willen vom deutschen Volke innegehalten
werden würde als ein Abkommen, das den deutschen
Erwartungen mehr entsprochen haben
würde, Vorbildlich ist die Kundgebung des
Reichspräsidenten von Hindenburg, mit der
er sich bei Unterzeichnung der Gesetze über den
Youngplan an das deutsche Volk gewendet hat
und in der er mit dem sittlichen Ernst und dem
strengen Pflichtgefühl, die ihm eigen sind, die
Deutschen ermahnt, sich nach Beendigung des
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