Full text : Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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In dem Zeitraum vom 31. März 1928 bis 31. Dezember 1929 hat sich die Reichsschuld
 um 2 220,4 Mill. ZA auf einen Stand von 9351,1 Mill. AM erhöht. In der Zusammensetzung
 der Reichsschuld sind damit auch größere Veränderungen eingetreten. Der
Gesamtbetrag gliedert sich am 31. Dezember 1929 wie folet:

I. Altverschuldung. . . .„...x 4193,7 Mil, AM = 44,9 vH ( 63,8)!)
I. Sonstige vor dem. 1. April 1924
entstandene Schulden ........ 70.4 » » = 82 » (14,2)
(IT. Neuverschuldung
1. Auslandsschulden ; . 1.0. 10667 » » = 114 » ( 12,4)1)
2. Inlandsschulden ........... 3320,3 — RB = (9,6)
Neuverschuldung insgesamt .... 4387,1 77" mr 22,0)
Summe I bis 11 .... 93511 7" 0 vE /100.01-)

Die vor oder anläßlich der Stabilisierung entstandenen Schulden haben sich durch die Einlösung
 von Auslosungsrechten und die laufende Tilgung des Rentenbankdarlehens um zusammen
 595,7 Mill. 7. ermäßigt. Davon entfallen auf die Altverschuldung 354,1 Mill. AM,
Jeren Anteil damit auf 44,9 vH. der Gesamtschuld gesunken ist, und auf die sonstigen vor dem
L. April entstandenen Schulden 241,6 Mill. RAM, deren Anteil nur noch 8,2 vH ausmacht.
Dagegen hat sich die Neuverschuldung, trotz der Tilgungsraten einiger Schulden (Dawes-Anleihe,
 kurzfristige Darlehen), um 2 816,1 Mill. AA erhöht; sie ist jetzt mit 46,9 vH an
der Reichsschuld beteiligt gegenüber nur 22,0 vH am 31. März 1928,
Weitaus am stärksten ist die Zunahme, bei der inländischen Neuverschuldung, welche um
2 633,3 Mill. AZ. gestiegen ist und damit ihren Anteil an der gesamten Reichsschuld von
9,6 vH auf 35,5 vH erhöht hat. An dieser Steigerung sind die kurzfristigen Inlands-Schulden
 mit einer Zunahme von 1 269,7 Mill. 7. sehr stark beteiligt. Ihr Anteil an der
Gesamtschuld ist von 2,4 vH auf 15,4 vH am 31. Dezember 1929 gestiegen,
Den Hauptteil der kurzfristigen Inlandsschulden bilden mit fast 1 Mrd. RAM die unverzinslichen
 Schatzanweisungen. Das Reichswechselkontingent ist mit 375 Mill. ZA nicht
voll in Anspruch genommen worden (Höchstbetrag 400 Mill. A./). Das Anwachsen der kurzfristigen
 Inlandsschulden um mehr als 1'/, Mrd. AA spiegelt die Anspannung der Kassenlage
 des Reichs wider.
Die übrigen Inlandsschulden haben sich um 1 363,6 Mill. ZA vermehrt und sind dadurch
gegenüber 7,2 vH am 31. März 1928 jetzt mit 20,1 vH an der gesamten Reichsschuld beteiligt.
Die Vermehrung der langfristigen Inlandsschulden geht hauptsächlich zurück auf die Eintragung
 der Kriegsschädenschuldbuchforderungen?) im Betrage von 957,6 Mill. ZA und
auf die 7prozentige Anleihe des Reichs von 1929 im Betrage von 183,0 Mill. ZA. Hinzu-<ommen
 noch 102,7 Mill. AZ. 7prozentige mittelfristige Schatzanweisungen des Reichs von
1928 (Folge I und II) und 132,2 Müll A. Tprozentige Schatzanweisungen des Reichs von
1929 (Folge D).
Die Auslandsschuld des Reichs, welche am 31. März 1928 aus 883,9 Mill. ZA (Dawes-Anleihe)
 bestand, hat sich durch Tilgung zunächst auf 826,7 Mill. A. für diese Anleihe
Vermindert. Hinzugekommen sind jedoch 30,0 Mill. A. für Rumänien ausgestellte unver-Ansliche
 Schatzanweisungen?). und 210,0 Mill. .Z.A des 7'/,prozentigen Darlehens eines
deutschen Bankenkonsortiums. Die letztere Schuld ist formell zwar im Inland aufgenommen,
Wird aber, da das Bankenkonsortium, welches dem Reich als Gläubiger gegenübersteht, sich
den Darlehnsbetrag im Ausland beschafft hat, zu den (mittelbaren) Auslandsschulden getechnet.
 Im ganzen hat sich somit die Auslandsschuld um 182,8 Mill. ZA vermehrt und
"nen Stand von 1 066,7 Mill. 2. oder 11,4 vH der Reichsschuld erreicht. Sie ist damit
/Wär absolut gewachsen, ihr Anteil an der Gesamtschuld ist jedoch infolge der starken Zulahme
 der Inlandsschuld zurückgegangen.
Mi WG den Nolan 21 Mitn 1088 3 Ve, Mom Qyanta sur ande Karla dor
6n zur Beilegung der finanziellen Streitigkeiten zwischen Deutschland und Rumänien vom 8. Februar 1929.
            
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