Full text: Finanzen und Steuern im In- und Ausland

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Die beigefügte Übersicht veranschaulicht den Unterschied zwischen diesen beiden 
Pflichtigen- und Umsatzarten. Es zeigt sich, daß die Steuerbelasteten den Veranlagten an 
Zahl nur wenig unterlegen sind, weil die Mehrzahl der Pflichtigen mit steuerfreien 
Umsätzen zugleich auch steuerpflichtige Umsätze getätigt hat. Beträchtlich ist da- 
gegen der Unterschied zwischen dem steuerpflichtigen Umsatz und dem Gesamtumsatz. 
Die größte Rolle spielen die steuerfreien Umsätze naturgemäß im Handel und Verkehr. 
Die befreiten Umsätze des Ein- und Ausfuhrhandels und des Zwischenhandels, des Geld- 
und Kapitalverkehrs und vieler öffentlicher und gemeinnütziger Unternehmungen, insbe- 
sondere der Reichsbahn, machen sich hier stark geltend. Unter den drei Hauptwirt- 
schaftszweigen folgt die Landwirtschaft und erst an letzter Stelle die Industrie. In der 
Landwirtschaft und Industrie hat sich die Bedeutung des steuerfreien Umsatzes von 1926 
auf 1927 vermindert, im Handel und Verkehr hat sie gleichzeitig zugenommen. 
Übersicht 66 
Gegenüberstellung der Veranlagten und Steuerbelasteten sowie des Gesamtumsatzes 
und des steuerpflichtigen Umsatzes 
Reichsergebnisse 1926 und 1927 
Wirtschaftszweige 
* Ver- 
anlagte 
' Steuer- > der 
belastete | Sp. 2 
Steuer- | 
Es pflichtiger vi der 
Umsatz | Sp.5 
in Mill. AA in Mill. AM | 
7 
Insgesamt 
darunter: 
Landwirtschaft ......000000000004 
(SEO ya EEE EEE EG MG 
Handel und Verkehr ............ 
4766628 | 4658 681 
ı 872 379 1 868 872 
| 274 637 1 242 858 
1 401 138 1 340 802 
19926 
97,7 
134 862 
106121 | 28,7 
99,8 7730 6& 062 78,4 
97,5 63 476 57574 90,7 
95,7 61 282 40638 | 66,3 
1927 
Insgesamt 
darunter: 
Landwirtschaft ......0.00000000000 
[NduStie. 0 .00000000000000 010000 
Handel und Verkehr ............ 
4211 801 | 
4064328] 965 | 
1 208 871 1 204 169 
1.307 195 1 261 908 
1465985 ! 1 388 827 
99,6 
96,5 
94,7 
165 054 ' 
7951 
78 413 | 
75 897 
122 012 | 
6718 
67 852 
45 409 
23,9 
84,5 
86,5 
59,8 
Vom steuerpflichtigen Umsatz (engerer Begriff) entfiel 1925 etwas mehr als die Hälfte 
des Umsatzes auf die Industrie und mehr als ein Drittel auf die Wirtschaftsgrupp® 
Handel und Verkehr; dagegen war die Landwirtschaft nur mit 6,9 vH und die Wirft- 
schaftsgruppe freie Berufe und Gesundheitswesen nur mit 1,8 vH an der Umsatzsumme be- 
teiligt. Anders verhält es sich dagegen mit der Verteilung der Steuerbelasteten. Der 
größte Teil gehört der Landwirtschaft an, während der Anteil der Steuerbelastetenzahl in 
der Industrie sogar noch ein wenig geringer war als jener der Gruppe Handel und Ver- 
kehr. Der gegenüber der Industrie niedrigere Umsatz des Handels und Verkehrs ist teil 
weise eine Folge der steuerlichen Sonderstellung zahlreicher Handelsumsätze. , 
Zahlenmäßig spielen in der deutschen Wirtschaft die Kleinunternehmungen zwar die 
größte Rolle. 
So haben von 100 Pflichtigen 88,0 einen Umsatz von weniger als 20 000 AM und 66,5 
einen Umsatz von sogar weniger als 5000 AA. Indessen fällt ihr Umsatz verhältnis“ 
mäßig wenig ins Gewicht, sind sie doch am Gesamtumsatz nur mit 15,6 bzw. 5,3 vH he- 
teiligt. Demgegenüber stellen die Unternehmungen mit Umsatz über eine halbe Mil- 
lion AA, die noch nicht 0,5 von 100 Steuerbelasteten ausmachen, fast die Hälfte des 
gesamten versteuerten Umsatzes. Am schärfsten ausgeprägt sind diese Verhältnisse in der 
Industrie. Auf 81,02, die von 100 Steuerbelasteten einen Umsatz unter 20 000 AM auf- 
weisen, entfällt hier nur ein Umsatzanteil von 8,81 vH, während die 1,16 (von 100) 
Steuerbelasteten mit Umsatz über 500 000 AM rd. die Hälfte des industriellen Umsatzes
	        
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