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Die Organisation des Magazindienstes (richtige örtliche Lagerung
der Materialien, innerer Verwaltung und Verrechnung) und der
Lohn Verrechnung sind unerläßlich. Die Intervalle, in denen die
Kostenberechnungen abgeschlossen werden, müssen so gewählt sein,
daß die Ergebnisse der Rechnung zu Vergleichszwecken sich eignen.
III. Die Kostenberechnung, d. h. die Betriebskalkulation hat
eine Darstellungsform der Ergebnisse zu wählen, die das
gesamte Zahlenmaterial übersichtlich vorführt und die eine Kon
trolle durch hinreichend Sachkundige möglich macht. Es sind zwei.
Formen möglich, die tabellarische und die graphische.
a) Die tabellarische, zumeist angewendete Form bietet
die kürzeste Wiedergabe der Zahlen. In Unternehmungen mit Massen
produktion empfiehlt es sich, außer den Angaben der Gesamtzahlen
die Summen auf gleiche Maßgrößen — Tonnen, Meter, Kilogramm,
Kubikmeter — oder auf Prozente der Gesamtaufwendungen zu be
ziehen und diese Reduktionszahlen (Verkältniszahlen) in Parallel
spalten dem Schema einzuverleiben. Dadurch wird die Beurteilung
des Mehr oder Weniger erleichtert. (Siehe Schema S. 38 ff.) Die
Unkostenspalten oder -gruppen werden addiert: aus ihren Haupt-
summen und der Gesamtproduktion läßt sich der Durchschnitt auf
die Maß- oder Verkaufseinheit berechnen, nach der die Verhältnis
zahlen für die einzelnen Unkostenteile in ihrer Bedeutung beurteilt
werden. Keinesfalls soll man die erwähnten Durchschnittszahlen
aus den Summen der Reduktionszahlen berechnen.
Die nachfolgende Selbstkostentabelle einer großbetrieb
lichen Unternehmung — Stahlwerke mit örtlicher Dezentralisation
der Fabrikation — zeigt die Kostensteigerungen der einzelnen Öfen
und Betriebsstellen.
Martinstahl
Ofen
8 t
10 t
25 t
Bessemerstahl
Betriebsort
I
II
III
IV
Okt. 1916
126.95
103.65
142.17
155.-
167.98
161.95
180.96
Dez. 1917
166.05
117.25
159.28
192.12
200.73
198.75
187.97
März 1918
188.25
130.15
177.25
212.85
216.95
218.-
213.89
b) Die graphische Darstellung setzt an Stelle der Zahlen
ein Größenbild, das den Zahlen verhältnismäßig ist; sie erreicht
dadurch eine leichtere Übersicht und eine Vereinfachung der Be
urteilung. Gewöhnlich wird die Zahl durch die Länge eines Striches
ausgedrückt; und zwar werden die Striche als Ordinaten auf eine