Full text : Die drei Nationalökonomien

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beider auf den Markt projiziert — den Gesamtmechanismus des
Wirtschaftslebens bilden. Im letzten Menschenalter hat man dann eine
andere elementare Tatsache des Seelenlebens zu den bis dahin im
Schwange befindlichen hinzu entdeckt, in Gestalt der Lust- und Unlustempfindung
 oder der „Nutzkomputation‘‘. Man weiß, daß es die
Eigenart der Grenznutzenschule ist, die wirtschaftlichen Vorgänge
auf die Wirksamkeit dieser „einfachen Tatsache‘ zurückzuführen:
‚the whole of our actions in industry and trade certainly depend upon
;omparing quantities of advantage and disadvantage.‘“
Unterdessen hatten die „Objektivisten‘“ es sich angelegen sein
lassen, außerhalb der menschlichen Seele in den Vorgängen des Wirtschaftslebens
 Tatbestände elementarer Art ausfindig zu machen, deren
Vorhandensein oder deren Bewegung man das wirtschaftliche Geschehen
 zurechnen könnte. Als solche hatte man zunächst die Geldgröße
 aufgegriffen (Tableau 6conomique!), später glaubte man vor
allem die in den, Gütern verkörperte menschliche Arbeit als solche be-'rachten
 zu dürfen. Es ist bekannt, daß dieser Arbeitsaufwand es ist,
der in den Systemen von Ricardo, Rodbertus, Marx u. a. die wirtschaftliche
 Welt gestaltet und regelt.
Die Mitte zwischen Subjektivismus und Objektivismus hält die Auffassung
 mancher Relationisten, vor allem des Bedeutendsten unter
ihnen: V. Pareto, der zwar vom Psychologismus losstrebt, dem die
Befreiung aber doch nie völlig gelingt. Der von ihm eingeführte
Begriff der Ofelimita (ophelimite) schwankt zwischen einer „einfachen‘“
 Tatsache subjektivistischer und einer solchen objektivistischer.
 Prägung.
Wie in den Naturwissenschaften, so galt es nun auch in der Nationalökonomie
 die solcherart gefundenen einfachen Tatsachen zu ordnen.
 Auch dies geschah im wesentlichen mit Hilfe derselben Ordnungsprinzipien,
 deren sich die Mutterwissenschaft bedient hatte.
Unter den Allgemeinbegriffen, die auch hier vornehmlich als Ordaungsprinzipien
 dienten, begegnen uns einige von besonderer Bedeutung.


Das ist vor allem der Substanzbegriff, der in der naturwissenschaftlichen
 Nationalökonomie die seltsame Bezeichnung „Wert“
6 W. St. Jevons, Theory cit. pag. 10
            
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