APARTE, NICHT SCHABLONENHAFTE WERBEMITTEL 211
26. APARTE, NICHT SCHABLONENHAFTE
WERBEMITTEL
Man muß sich beim Werbematerial vor einer gewissen
Uniformierung und Schablonisierung hüten. Es ist klar, daß
zum Beispiel ein Werbeheft, das schon rein äußerlich das
Kennzeichen einer persönlichen Eigenart trägt, den Empfänger
reizen wird, sich eingehender damit zu beschäftigen. Natürlich
denke ich hierbei nicht an jene Faltprospekte und Werbe-
broschüren, die ihrer Bestimmung für Reisebureaus usw. halber
das sogenannte Folder-Format, also das Auslandsformat, haben
müssen. Hierüber habe ich mich schon erschöpfend geäußert.
Vielmehr habe ich Gelegenheitsmaterial im Auge, das zuweilen
wichtiger und wertvoller sein kann, als die ganz stilechte
Werbebroschüre im Folder-Format.
Wiederum will ich, statt langer theoretischer Erörterungen,
an Hand eines praktischen Musterbeispieles zu veranschau-
lichen suchen, was ich meine. Herr Kurdirektor Bührer, Davos,
war so liebenswürdig, mir für mein vorliegendes Werk eine
reiche Fülle von Werbemitteln aller Art zur Verfügung zu
stellen, die nach verschiedenen Seiten hin als wirkliche Muster-
beispiele bezeichnet werden können. Herr Bührer ist ein sehr
befähigter Kurortleiter, namentlich was das so eminent wichtige
Gebiet der Reklame anbelangt. Davos ist zudem ein Fremden-
ort ganz ungewöhnlichen Charakters. Er hat buchstäblich
Weltbedeutung, er hat aber auch drei verschiedene Gesichter!
Einmal ist er ein wirklicher „Kurort“ und ein Großteil seiner
Einrichtungen ist streng darauf zugeschnitten. Zum andern
Male ist er auch eine vielbesuchte „Sommerfrische“ und zum
dritten ein „Sommer- und Wintersportplatz“ von Rang und
Ruf, Diese drei Gesichter, diese drei Eigenschaften erschweren
die Werbearbeit ungemein, sie muß deshalb gewissermaßen mit