Full text: Finanzwissenschaft

F. III. Abschnitt. Die \Vehrsteuer. 
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Steuer wird auf folgender Basis umgelegt: Höhe der Wohnungs 
miete, Wert der Möbel, Zahl der Dienstboten, Zahl der Türen und 
Fenster usw. 
ITT. Abschnitt. 
Die Wehrsteuer. 
Nachdem bei dem System der allgemeinen Wehrpflicht alle 
Männer des Volkes Kriegsdienst leisten, so kommt hier die Idee 
der allgemeinen bürgerlichen Pflicht vollkommen zum Ausdruck. 
Die Idee der bürgerlichen Pflicht vermag aber bei dem harten 
Lebenskampf und dem fast krankhaften Drang nach vorwärts nicht 
das unangenehme Gefühl und die Auffassung zu unterdrücken, daß 
die Erfüllung dieser Pflicht für die Betreffenden eine große Last 
ist. Es ist also nur ganz natürlich, wenn Diejenigen, die diese Last 
nicht tragen, in anderer Form zur Leistung einer Blutsteuer heran 
gezogen werden, insbesondere in der Weise, daß das Äquivalent der 
tatsächlichen Kriegsleistung in Form einer Steuer dem Staate dar 
geboten wird. Gegen diese Auffassung lassen sich wohl manche 
Einwände erheben. So kann mit Recht eingewendet werden, daß 
diejenigen, die infolge körperlicher Schwäche oder körperlicher 
Fehler zum militärischen Dienst nicht tauglich sind, gegenüber den 
Starken, Gesunden schon sehr im Nachteile sind und gewöhnlich 
auch nicht als kräftige Steuersubjekte betrachtet werden können. 
Es kann eingewendet werden, daß Viele, die zum Kriegsdienst nicht 
herangezogen werden, diesen Dienst sehr gerne leisten würden, wenn 
ihr körperlicher Zustand dies erlauben würde, oder wenn der Staat 
ihrer bedürfte. Es wird auch darauf hingewiesen, daß der Militär 
dienst auch Vorteile mit sich bringt. Er gibt vielen Arbeitslosen 
Brot, was namentlich in Zeiten von Arbeitslosigkeit seine Wichtig 
keit hat. Für viele ist der Militärdienst eine gute Schule, in der 
den Ungebildeten die Grundlinien des Wissens, anderen mancherlei 
Fachkenntnisse beigebracht werden, die sie später im Leben gut 
verwerten, ja manche finden dort ihren bleibenden Beruf. Der 
Militärdienst hat auch auf die körperliche Entwicklung einen 
günstigen Einfluß. In diesen Momenten finden wir eine Äquivalenz, 
die natürlich bei Jenen entfällt, die keinen Militärdienst leisten. Es 
wird auch darauf hingewiesen, daß der pekuniäre Ausdruck für die 
Last des Militärdienstes schwer zu finden ist; sie ist namentlich
	        
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