Full text : Der Weltmarkt 1913 und heute

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Berücksichtigung verschiedener Fabrikatexporte

Auch hier ist wieder, was bereits oben in anderem Falle bemerkt
wurde, zu berücksichtigen, daß der Ausfuhrzuwachs Frankreichs
sich zu einem sicherlich nicht unerheblichen Teile aus den territorialen
 Erweiterungen erklärt, also gewissermaßen vom gesamteuropäischen
 Standpunkt nur eine Verschiebung zu Ungunsten des
Deutschen Reiches darstellt. Aber selbst wenn man dies berücksichtigt,
 zeigt es sich, daß die Abnahme der Ausfuhr sowohl wie
der speziellen Fabrikatausfuhr für das gesamte Westeuropa-Industriegebiet:
 England— Frankreich—Belgien—Deutschland erheblich
war. Ferner zeigt es sich, daß die absolute Abnahme der Fabrikat-Wertausiuhr
 weit erheblicher war als die Abnahme der Gesamtausfuhr,
 Dies ist aber, da es sich bei allen diesen europäischen
Ländern um solche handelt, die eine überwiegende Fabrikatausfuhr
haben, das unbedingt Entscheidende. Zum Beispiel darf die Tatsache,
 daß in Belgien die Fabrikatausfuhr immerhin 90% der Vorkriegszeit
 betrug, nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich der absolute
 Wert derselben, gemessen an den Preisen von 1913, um nicht
weniger als 180 Millionen Franken verringert hätte, während die
Abnahme der Gesamtausfiuhr „nur“ 350 Millionen Franken ausmachte
 und daß von den 130 Millionen Pf, Sterling, um welche
der Wert der Ausfuhr Großbritanniens zurückging, allein 110 Millionen
 auf Fabrikate fielen,
Vor allem aber muß bei diesen vergleichenden Ziffern bedacht
werden, daß sich die einzelnen „Fabrikatgruppen“ der Staaten nur
höchst ungenau miteinander vergleichen lassen. So bedeutet es
selbstverständlich etwas ganz anderes, wenn England im Jahre 1913
für allein ca. 98 Millionen Pf. Sterling hochwertige Baumwollstückwaren
 ausführte (bei einer Gesamtfabrikatausfuhr von 292 Millionen
Pf. Sterling), während in Deutschland bei einer Fabrikatausfuhr von
6642 Millionen Mark nur 446 Millionen auf Baumwollwaren, dagegen
erhebliche Posten der Ausfuhr auf solche Waren fielen, die nicht
den hochwertigen Charakter derartiger Textilerzeugnisse trugen.
Wie stark der Rückgang der Ausfuhr gerade im Gebiete solch hochwertiger
 Erzeugnisse der Textilindustrie ist, kann die Tatsache zei-Freistaat

 als fremdes (d. h. koloniales) Exportgebiet. Würde man hingegen
 diesen Zuwachs an Exportwerten, die es nur der Form nach sind,
abrechnen, so wären die Ziffern noch ein wenig ungünstiger.
            
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