fullscreen : Zur Frage der Naturalteilung

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trieben  ist  ein  Baugeschäft  mit  mehreren  Steinbrüchen  hervorzuheben,
das  40—50  Arbeiter  beschäftigt.  Im  Amtssitze  Königshofen  hat  sich
im  Laufe  der  Zeit  Handel  und  Gewerbe  zentralisiert,  während  in  den
Dörfern  sich  das  Gewerbe  auf  das  örtliche  Bedürfnis  beschränkt.  Noch
am  Anfang  des  vorigen  Jahrh,  wurde  die  Leineweberei  namentlich ­
  in  Saal  und  Waltershausen  sehr  stark  betrieben  (es  gab  1830  im
Bezirk  130  Weber),  heute  ist  diese  Industrie  ganz  verschwunden.  Neben
dem  Gewerbe  wird  vielfach  noch  Landwirtschaft  betrieben,  16°/ 0  aller
bäuerlichen  Grundbesitzer  sind  auch  Gewerbetreibende,  von  1202  Gewerbetreibenden ­
  haben  415  —  35°/ 0  Grundbesitz.
Die  im  Grabfeld  übliche  Wirtschaftsweise  ist  die  sogenannte  verbesserte ­
  Dreifelderwirtschaft,  bei  der  das  Brachfeld  ganz  oder  teilweise
mit  Futterpflanzen,  Kartoffeln  und  anderen  Wurzelgewächsen  bestellt  ist.
In  jeder  Markung  werden  3  Fluren  unterschieden,  die  im  großen  und
ganzen  gleichheitlich  bebaut  sind.  Der  Landwirt  ist  infolge  der  Gemengelage ­
  der  Grundstücke  und  der  schlechten  Zufahrtswege  zum
Grundstück  immer  noch  gezwungen,  die  allgemeine  Fruchtfolge  in  der
Flur  einzuhalten.  Es  besteht  also  noch  tatsächlich  ein  Flurzwang,
wenn  auch  der  von  Gemeindewegen  für  alle  angeordnete  Flurzwang
aufgehört  hat.
Was  die  landwirtschaftliche  Produktion  anlangt,  so  wird  fast  ausschließlich ­
  Getreide  in  den  4  Arten  Korn,  Weizen,  Gerste,  Hafer  gebaut;
Handelsfrüchte  werden  dagegen  wenig  kultiviert.  Die  Anbauflächen
von  Korn,  Weizen  und  Gerste  sind  so  ziemlich  gleich  groß,  die  von
Hafer,  der  auch  auf  schlechterem  Boden  noch  gedeiht,  überragt  die  der
3  übrigen  Getreidesorten.  Die  Anbaufläche  betrug  im  Jahre  1902  für

Weizen

Roggen

Gerste

Hafer

da

ha

ha

ha

2256

2351

2473

3051

Das  Korn  wird  gewöhnlich  in  der  eigenen  Wirtschaft  verwendet,
während  Weizen,  Gerste  und  Hafer  zum  größeren  Teil  verkauft  werden,
um  mit  dem  Erlös  die  laufenden  Ausgaben  bestreiten  zu  können.  Die
Schweinezucht  und  Aufzucht  von  Jungvieh  liefert  gute  Erträgnisse.
Die  Markt-  und  Absatzverhältnisse  liegen  noch  sehr  im  argen,
wenn  auch  nicht  zu  verkennen  ist,  daß  sich  in  den  letzten  Jahrzehnten
manches  gebessert  hat.  Wöchentlich  findet  in  Königshofen  ein  Getreidemarkt
  statt,  dessen  Preise  beim  Fehlen  von  auswärtigen  Käufern  von
den  einheimischen  Händlern  festgesetzt  werden  und  die  darum  sich  verhältnisniäßig
  niedrig  gestalten.  Die  monatlichen  Vieh-  und  Schweinemürkte
  werden  von  den  Landwirten  gut  besucht.  Die  2  Lagerhäuser
            
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