Object : Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

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Wert  des  ImZoll ­

 ­

  der

Jahre

portes
Mill.  Rubel

einnahme
Mill.  Rubel

Steuerung

1866—

O
I-CO


317.8

47,4

i4,93

1871  —

•1875

565,8

73,8

13,05

1876  —

1880

517,8

84,5

16,32

1881  —

■1885

494,3

96,9

19,60

1886—

1890

392,4

112,4

28,66

1891  —

1895

463,5

150,0

32,37

1896—

1900

607,3

212,4

34,97

1901  —

•1905

632,2

231,1

36,56

1906—

•1908

853,6

269,6  *)

3i,58b

Diese  Zahlen  zeigen,  daß  das  fiskalische  Ziel  unserer  Zollpolitik ­
  in  vollem  Maße  erreicht  wurde.  Indem  das  Finanzministerium ­
  die  Zollsätze  bis  zu  einer  in  anderen  Ländern  unerhörten
Höhe  aufschraubte,  hat  es  aus  den  Zöllen  eine  sehr  wichtige  Stütze
unseres  Reichsbudgets  gemacht.  Um  nun  den  Charakter  unserer
Zollpolitik  noch  klarer  zu  zeigen,  wollen  wir  sehen,  wie  sich  die
Besteuerung  verschiedener  Gruppen  von  Importwaren  entwickelte  *  2 ):

Jahre

Lebensmittel ­


Rohstoffe  und
Halbfabrikate

Fabrikate

Prozent

Prozent

Prozent

1870

31,8

7,7

11,8

1875

25,6

7,9

12,6

1880

33,i

n,7

16,6

1885

4i,i

13,8

24,9

1890

59,6

18,3

26,0

1895

63,9

24,5

24,1

1900

7L7

23,7

24,6

1905

73,4

25,6

22,3

1908

50,9

25,2

24,8

Betrachten  wir

diese  Tabelle,  so  merken

wir  zunächst

die  nicht  in  Rußland  produzierten  Lebensmittel  mit  einem  Zoll
belegt  sind,  der  um  zwei-  oder  dreimal  größer  ist,  als  die  auch  in
Rußland  teilweise  produzierten  Fabrikate.  Eine  weitere  hervorragende ­
  Besonderheit  unserer  Zollpolitik  ist  die  gleiche  Belastung
für  Fabrikate,  Halbfabrikate  und  Rohstoffe.  Diese  beiden  Merkb ­
  Vom  Jahre  1906  treten  wir  augenscheinlich  wieder  in  ein  Stadium  des
Wachstums  der  Zolleinnahmen  bei  einer  Verminderung  der  Zollsätze  (ähnlich
wie  in  den  Jahren  1852  —1875)  ein.
2 )  Für  die  Jahre  1870—1900  nach  den  Angaben  von  E.  Soboleff:  »Die
russische  Zollpolitik  in  der  zweiten  Hälfte  des  XIX.  Jahrhunderts«,  1911,  S.  821
bis  822.
            
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