Darstellung der Lösungen der Reagenzien.
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Enthält letztere in 50 ccm nicht genau 0,1 g, sondern nur 0,0975 g P 2 0 5 ,
so müßte man zu 60 ccm derselben nicht 20 ccm, sondern 19,5 ccm Uranlösung
gebrauchen, damit 1 ccm der letzteren genau 0,005 g P 2 0 6 anzeigt. Dementsprechend
ist dann die Berechnung zur Verdünnung auszuführen; gebraucht man z. B. zu
60 ccm dieser Phosphorsäurelösung 18,4 ccm der ursprünglichen Uranlösung, so ist
dieselbe nach der Gleichung x : 1000 = 19,5 :18,4 zu verdünnen usw.
Da sich Ammoniaksuperphosphate gegen die Uranlösung anders verhalten
als reine Superphosphate, so empfiehlt es sich, die Uranlösung auch gegen Phos
phorsäurelösungen mit etwa 5°/ 0 Stickstoff auf 10 °/ 0 lösl. Phosphorsäure in Form von
Ammoniumsulfat zu prüfen und darnach den Titer für diese Art Superphosphate
festzustellen.
8. Lösung von essigsaurem Ammon (oder essigsaurem Natrium) nud Ferro-
zyankalinm. 100 g chemisch reines essigsaures Ammon und 100 ccm konzen
trierte Essigsäure werden mit Wasser auf 11 gebracht; statt des essigsauren Ammons
kann auch essigsaures Natrium in derselben Weise angewendet werden. Vom Ferro-
cyankalium (chemisch reinem und zerriebenem) löst man 0,5 g in 40 ccm Wasser
und stellt die Lösung vor jedem Gebrauch frisch her.
9. Molybdänlösung. 150 g molyhdänsaures Ammon werden mit Wasser zu
1 1 Flüssigkeit gelöst und in 1 1 Salpetersäure von 1,2 spezifischem Gewicht ge
gossen, oder es werden nach Wagner-Stutzer 150 g molyhdänsaures Ammon
in möglichst wenig Wasser gelöst, 400 g Ammonnitrat zugefügt, die Flüssigkeit mit
Wasser zu 1 1 verdünnt und diese Lösung in 1 1 Salpetersäure von 1,19 (bezw.
1,20) spezifischem Gewicht eingegossen.
Statt des molyhdänsauren Ammons können auch 125 g Molyhdänsäure in
einem Literkolben in 100 ccm Wasser aufgeschlämmt und unter Zufügen von etwa
300 ccm 8 °/ 0 -igem Ammoniak (unter Vermeidung eines größeren Überschusses dieses
Lösungsmittels) gelöst werden. Sodann werden 400 g Ammonnitrat hinzugefügt,
mit Wasser zu 1 1 verdünnt und diese Flüssigkeit in 1 1 Salpetersäure von 1,19
(bezw. 1,20) spezifischem Gewicht eingegossen. Auch hiervon bereitet man zweck
mäßig gleich einen größeren Vorrat.
Die so bereitete Molybdänlösung bleibt in beiden Fällen 24 Stunden an einem
warmen Ort (bei etwa 35°) stehen und wird, falls, wie häufig, ein gelber Niederschlag
von phosphormolybdänsaurem Ammon entstanden ist, filtriert. Die Molybdänlösung
ist vor ihrer Verwendung nötigenfalls durch Dinatriumphosphatlösung von bekanntem
Gehalt auf Reinheit zu prüfen.
Der bei woohenlangem Aufbewahren der Molybdänlösung entstehende gelbe Bodensatz
besteht aus einer gelben Modifikation der Molybdänsäure.
10. Verdünnte Molybdänlösung zum Auswaschen. Falls solche zum Aus
waschen statt der Ammoniumnitratlösung verwendet wird, verdünnt man die vor
stehende Molybdänlösung im Verhältnis von 1 : 3 mit Wasser.
11. Amnionnitratlösnng zum Auswaschen. 160 g Ammonnitrat werden mit
10 ccm Salpetersäure und Wasser zu 1 1 Flüssigkeit gelöst.
12. Zitronensäure- und Aminoniumzitratlösung zum Fällen der l’hosphorsäure.
a) Zitronensäurelösung. 500 g Zitronensäure werden in 1 1 Wasser gelöst
und hiervon 20 ccm = 10 g verwendet, indem letztere vor dem Zusatz von Magnesia
mixtur mit Ammoniak neutralisiert werden.
b) Ammoniumzitratlösung. Zum Fällen der Phosphorsäure nach
dem Zitratverfahren (vergl. S. 152) werden 1100 g reine Zitronensäure in 4000 g
24°/ 0 -igem Ammoniak von 0,91 spezifischem Gewicht gelöst, mit Wasser auf 101
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