Full text : Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Anhang.

verdünnt,  vor  dem  Gebrauch,  wenn  nötig,  filtriert  und  von  der  klaren  Lösung
50  ccm  auf  50  ccm  Phosphorsäurelösung  verwendet.
c)  Zitrathaltige  Magnesiamixtur.  Statt  des  getrennten  Zusatzes  von
Zitratlösung  und  Magnesiamixtur  kann  man  beide  Lösungen  auch  vereinigen  und
dieses  Gemisch  nach  P.  Wagner  wie  folgt  herstellen;
2000  g  Zitronensäure  werden  in  20°/ 0 -igera  Ammoniak  gelöst  und  mit  20°/ 0 -igem
Ammoniak  auf  10  1  aufgefüllt.  Von  dieser  Lösung  wird  1  1  mit  1  1  Magnesiamixtur
(No.  14)  vereinigt  und  gemischt.
d)  Eisenzitrat-Magnesiamixtur.  Für  eisenarme  und  kieselsäurereiche ­
  Phosphat-  (Thomasmehl-)  Lösungen  wird,  um  die  Ausfällung  von  Kieselsäure
hintanzuhalten,  nach  Weibull  eine  eisenhaltige  Magnesiamixtur  verwendet.
Man  setzt  nach  P.  Wagner  zu  1  1  der  vorstehenden  Zitrat-Magnesiamixtur  (c)
10  ccm  einer  20°/ 0 -igen  Eisenchlorürlösung.
Au  mann 1 )  verwendet  folgende  Eisenzitrat-Magnesiamixtur:
35  ccm  12°/ 0 -ige  Eisenchloridlösung  (FeCl :j )  +  400  ccm  50°/ 0 -ige  Zitronensäurelösung ­
  -j-  460  ccm  23  °/ 0 -iges  Ammoniak  +  600  ccm  nachstehender  Magnesiamixtur ­
  (No.  14);  von  diesem  Gemisch  werden  60  ccm  zu  50  ccm  des  Zitronensäure-Auszuges
  (0,5  g  Substanz  entsprechend)  gegeben.
e)  Zitrathaltige  Magnesiamixtur  nach  Wagner  und  Kunze  (für  die
Fällung  von  Phosphorsäure  und  Kieselsäure  in  der  Wärme  nach  S.  156):
2  kg  Zitronensäure  und  400  g  Chlorammonium  werden  in  eine  10  1-Flasche
gebracht,  mit  etwa  4  1  Wasser  und  darauf  mit  3,5  1  20°/ o -igem  Ammoniak  übergossen.
Die  Flasche  bleibt  mit  einem  Gummistopfen  verschlossen,  bis  die  Salze  gelöst  sind
und  die  Flüssigkeit  sich  abgekühlt  hat.  Dann  fügt  man  550  g  Chlormagnesium  zu
und  füllt  mit  Wasser  zu  10  1  auf.
13.  Zitronensäure-  und  Ammoiiiumzitratlösuiig  zum  Lösen  von  Phosphorsäure.
a)  Zitronensäurelösung  zum  Lösen  von  Phosphorsäure  (Thomasphosphatmehl). ­
 2 )  Angewendet  wird  eine  2°/ 0 -ige  Lösung.  Behufs  Herstellung  eines  größeren
Vorrates  wird  1  kg  reine,  kristallisierte  Zitronensäure  in  Wasser  und  unter  Zusatz
von  5  g  Salizylsäure  —  zur  Vermeidung  von  Pilzwachstum  —  auf  10  1  verdünnt.
Durch  Vermischen  von  1  Volum  teil  dieser  Lösung  mit  4  Volumteilen  Wasser  erhält
man  die  verdünnte  2°/ 0 -ige  Lösung.
b)  Zitratlösung  zum  Lösen  der  Phosphorsäure,  cc)  Verfahren  von
P.  Wagner.  150  g  Zitronensäure  werden  in  einem  Literkolben  in  Wasser  gelöst,
mit  Ammoniak  neutralisiert,  dann  unter  Zusatz  von  10  g  Zitronensäure  auf  1  1
verdünnt.  Durch  Verdünnung  von  1  1  dieser  Lösung  mit  4  1  Wasser  erhält  man
die  zu  den  Untersuchungen  dienende  verdünnte  Lösung.
ß)  Verfahren  von  A.  Petermann.  500  g  Zitronensäure  werden  in
Ammoniak  von  0,91  spezifischem  Gewicht  bis  zur  neutralen  Keaktion  —  wozu
etwa  700  ccm  gebraucht  werden  —  gelöst;  die  auf  15°  abgekühlte  Flüssigkeit  wird
durch  Zusatz  von  Wasser  auf  das  spezifische  Gewicht  1,09  gebracht  und  auf  je  1  1  mit
50  ccm  Ammoniak  von  0,91  spez.  Gewicht  versetzt;  die  Lösung  bleibt  etwa  48  Stunden
stehen  und  wird  dann  filtriert;  sie  hat  ein  spezifisches  Gewicht  von  1,082—1,083.
14.  Magnesiamixtur.  550  g  kristallisiertes  Chlormagnesium  und  700  g  Chlorammonium ­
  werden  in  6,5  I  Wasser  gelöst,  mit  3,5  1  Ammoniakflüssigkeit  von
9  Chem.-Ztg.  1902,  2«,  297  und  355.
2 )  Nach  der  früheren  Vorschrift  wurde  Ammoniumzitrat  angewendet;  150  g  Zitronensäure ­
  wurden  mit  genau  23  g  Ammoniakstickstoff  (==  27,93  g  NH 3 )  und  Wasser  zu  1  1
gelost  und  für  den  Gebrauch  2  I  dieser  Lösung  mit  3  1  destilliertem  Wasser  verdünnt.
            
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